Basketball: Alex Ruoff glänzte schon in den bisherigen Testspielen der BG Göttingen als Allround-Talent

Florida-Boy mit Führungskraft

Tempo, Rasanz und Eleganz: Schon bei den Tests gegen Landstede Basketbal Zwolle wurde Alex Ruoff (Mitte) von den BG-Fans gefeiert. Foto: Jelinek

Göttingen. Kurzgeschorene Haare, weißes T-Shirt, cremefarbene Bermuda-Shorts und gute Laune – uns sitzt der perfekte „Florida-Boy“ gegenüber. Es ist Alexander, kurz Alex, Ruoff. Wird der 27-Jährige aus Springhill (US-Bundesstaat Florida, 50 km nördlich von Tampa) der neue Anführer der BG Göttingen?  Nach den ersten Eindrücken, die man in den beiden Testspielen mit Ruoff gegen den holländischen Erstligisten Zwolle gewinnen konnte, könnte man dies vermuten. Nicht ohne Grund widmete ihm BG-DJ Christian Wendorf schon mal den „Tote Hosen“-Song „Hier kommt Alex“. Er dürfte wohl nicht zum letzten Mal gespielt worden sein – so viel darf man annehmen.

Ruoff zeigte sich als „Alex überall“: Als erfolgreicher Zweier- und Dreierwerfer, als Rebounder, als Ball-Klau – eben als einer, der vorangeht. Der Leader aus den USA. Er wurde als letzter der acht Neuen verpflichtet und ist schon auf dem Weg, einer der Ersten bei den Veilchen zu werden.

Ruoff wird bei so viel Lob schon fast verlegen, bedankt sich artig. „Im gesamten Team steckt viel Potenzial“, sagt der Neu-BGer. „Aber man soll natürlich nie zu früh urteilen.“

Und wie kam es nun, dass er vom belgischen EuroChallenge-Starter Okapi Aalstars aus Aalst zum Zweitligisten Göttingen gewechselt ist? Es lag wohl neben der Überzeugungsarbeit von Trainer Roijakkers auch am guten Ruf der BG Göttingen in der Basketball-Szene.

Sein Ziel ist die BBL

Über das, was Ruoff nun in Südniedersachsen vorgefunden hat, ist er voll des Lobes. Apartment, Auto, die BG-Organisation, das Programm des Klubs: „Erstklassig“, sagt Ruoff. Und auch von der deutschen Bundesliga hält er sehr viel: „Eine der besten europäischen Ligen!“ In die will er nun nach einer hoffentlich erfolgreichen Zweitliga-Serie mit der BG aufsteigen. „Die BBL ist mein Ziel“, sagt er unmissverständlich. In seinem Einjahresvertrag hat er eine Option für ein zweites – für die 1. Liga!

Wenn Alex Ruoff schon bei seinen ersten Einsätzen auf dem Feld angedeutet hat, dass er zu den außergewöhnlichen Spielern gehört – privat ist er es allemal. Er ist nicht etwa mit Frau oder Freundin in Deutschland, sondern mit seinem Hund! Maya ist eine drei Jahre alte Boxerhündin. „Meine Reisebegleiterin“, lächelt der schlanke Hüne. Bei Auswärtsspielen bleibt das Tier schon mal allein zuhause. „Sie chillt dann ab“, sagt Ruoff. Oder BG-Geschäftsführerin Anna Jäger kümmert sich als Hunde-Sitterin um Maya, wie bei der knapp dreitägigen Holland-Tour der Veilchen am vergangenen Wochenende.

Er liebt den Wassersport

Wenn Alex, der schon das fünfte Jahr in Europa ist, nicht mit Maya unterwegs ist, liest er gern, ist interessierter Tourist, somit unternehmungslustig oder spielt auch mal Golf. Ein Hobby dürfte aber in Göttingen schwierig werden: Als Florida-Boy, dessen Vorfahren aus Deutschland und England stammen, liebt er Wassersport in allen Facetten. Wasserski fahren, Waveboard – da sind die Gelegenheiten in der Region natürlich eher knapp bemessen.

Jetzt aber zählt erst einmal Basketball. Die Vorfreude auf das erste Punktspiel am Samstag in Cuxhaven ist ihm deutlich anzumerken: „Ich bin ganz aufgeregt.“ Und auch dem ersten Heimspiel mit den vielen BG-Fans gegen Paderborn (3.Oktober) fiebert er schon entgegen. (gsd)

Von Helmut Anschütz und Walter Gleitze

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