1. Startseite
  2. Sport
  3. BG Göttingen

Frey Topscorer beim 91:87 gegen Ulm: BG Göttingen behält Nerven beim Krimi

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Helmut Anschütz

Kommentare

Dynamik pur gepaart mit 21 Punkten bei der Premiere: Göttingens norwegischer Neuzugang Harald Frey (am Ball) zieht an Ulms Philipp Herkenhoff vorbei. 2
Dynamik pur gepaart mit 21 Punkten bei der Premiere: Göttingens norwegischer Neuzugang Harald Frey (am Ball) zieht an Ulms Philipp Herkenhoff vorbei. 2 © Hubert Jelinek/gsd

Nach mehr als sieben Jahren hat die BG Göttingen beim 91:87 (51:38) wieder ein Heimspiel gegen ratiopharm Ulm gewonnen, das als bestes Auswärtsteam (9:1-Siege) und als heißeste aktuelle Mannschaft (sechs Erfolge in Serie) angereist war.

Göttingen – Der Veilchen-Sieg ist umso höher zu bewerten, weil er nach außergewöhnlichen Umständen zustande kam.

.Das Comeback aus der Quarantäne: Fast zwei Wochen lag die BG auf Eis, konnte erst ab Dienstag wieder komplett trainieren. Dafür kam der Veilchen-Express schon wieder ziemlich gut auf Touren. Nach dem fehlerhaften ersten Viertel bog die BG im zweiten (29:10) dank verbesserter, starker Defensive auf den Erfolgskurs ein, hatte aber in der Crunch-Time das Glück und die Nerven, dass der zu früh eingelegte Verwaltungs-Modus nicht noch bestraft wurde.

 Das Debüt von Harald Frey: Coach Roel Moors wollte unbedingt noch einen Pointguard neben dem zuletzt angeschlagenen Stephen Brown. Jetzt hat er ihn in Harald Frey – offenbar der erhoffte Glücksgriff! Gleich mal Topscorer (21 Punkte, drei Dreier), gleich mal fünf Assists – ein Top-Debüt des flinken, wendigen Norwegers. Moors: „Er bringt Schwung rein, hat ganz unterschiedliche Qualitäten gegenüber Brown.“

 Die strittige Schlussphase: Zunächst das Unsportliche Foul von Ulms Thornwell, der hinterher, so BG-Chef Meinertshagen die Referees unflätig beschimpfte, gegen Roberson. Fast zwei Mal lief die komplette „Tatort“-Musik durch, ehe die Schiris ihre Entscheidung getroffen hatten: Zwei Freiwürfe und Ballbesitz BG. Roberson versenkte beide. Freys folgenden Einwurf verwertete Kamar Baldwin – vor oder nach einem Ulmer Foul? Die Unparteiischen gaben die beiden Punkte unter Ulmer Protest zum 90:85. BBL-Topscorer Baldwin traf auch den Freiwurf zum 91:85. Einmal mehr ein strittiger Auftritt der „Refs“, die gegen die BG 24 Fouls pfiffen, gegen Ulm nur 18.

Ulm-Coach Jaka Lakovic war völlig gefrustet, kommentierte schmallippig: „Es ist schwer. Ich bin schon seit ungefähr 20 Jahren auf dem höchsten Basketball-Niveau tätigt. Aber so etwas wie heute habe ich wirklich noch nie erlebt. Ich werde aus Respekt vor Coach Roel Moors und Göttingen nicht ins Detail gehen.“

BG-Coach Moors dagegen glücklich: „Ich bin stolz auf mein Team, das gut aus der Quarantäne herausgekommen ist und mit einer guten Intensität gespielt hat. In der Defensive war das zweite Viertel exzellent. Offensiv war es über 40 Minuten gut, in der zweiten Halbzeit hatten wir ein paar Schwierigkeiten mit der physischen Verteidigung von Ulm. Aber wir haben das Spiel sicher nicht gestohlen, wir haben den Sieg verdient. Die Jungs haben drei Tage sehr stark trainiert und das heute im Spiel vor allem im zweiten Viertel umgesetzt.“    (Helmut Anschütz/gsd)

Auch interessant

Kommentare