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Frust bei BG Göttingen nach dem 79:86: Am Ende erneut eingebrochen

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14 Punkte erzielt: Göttingens Jake Toolson (links) sucht eine Anspielstation, die Ludwigsburgs Yorman Polas Bartolo aber verhindern will.
14 Punkte erzielt: Göttingens Jake Toolson (links) sucht eine Anspielstation, die Ludwigsburgs Yorman Polas Bartolo aber verhindern will. © Hubert Jelinek/gsd

Es ist ihnen schon wieder passiert: In Bayreuth geführt und nach 0:9-Lauf in der Schlussphase 72:75 verloren, in Chemnitz mit 16 Zählern in Front und noch 86:87 verloren – und nun in Ludwigsburg wieder mit 15 Punkten vorn und noch 79:86 (nach 44:35-Vorsprung zur Halbzeit) vergeigt.

Ludwigsburg/Göttingen – Die BG Göttingen hat zum dritten Mal seit Jahresbeginn stark abgebaut, als es darauf ankam und ist somit drei Mal zum Crunch-Time-Verlierer geworden.

Wieder sind zwei wichtige Punkte weg im Kampf des selbst ernannten Playoff-Kandidaten um den Einzug in die heiß ersehnte Endrunde. Der Einwand, die Veilchen hätten mehr Spiele in der entscheidenden Spielphase gewonnen als verloren, zählt höchstens bedingt, denn im Rennen um die Extra-Spiele in der „Post-season“ sind eben die unnötigen Niederlagen ausschlaggebend. Und die bei den MHP Riesen, die in den letzten 3:13 Minuten, als die BG noch 75:74 führte, den weitaus längeren Atem hatten, war eben wieder absolut überflüssig wie unnötig.

Zumal die Göttinger nach einem ausgeglichenen Anfangsviertel in den folgenden gut 25 Minuten tonangebend waren und das Match kontrollierten. Doch danach war’s, als habe jemand den Schalter umgelegt – Power aus bei den Veilchen.

Die (Selbst-)Kritik von Coach Moors, es sei schließlich „ein Charaktersieg für Ludwígsburg“ gewesen (siehe Kasten) und der ebenso schmerzliche wie enttäuschende Verlust des letzten Viertels mit 16:30 habe mit „Fokus und Mentalität“ zu tun, sagt eigentlich alles. Zumindest der Trainer hat eine gute und realistische Selbst-Reflexion, ehe er wie mehrere Spieler in den Kurzurlaub abhob. Trainiert wird erst wieder am kommenden Mittwoch – so lange ist frei wegen der BBL-Pokalpause am kommenden Wochenende und dem sich anschließenden Länderspiel-Fenster am 26./27. Februar. Das nächste Spiel steigt erst wieder am 6. März gegen Chemnitz.

PS. Wenigstens den direkten Vergleich entschied die BG in Ludwigsburg noch für sich. Das Hinspiel hatte sie mit 78:69 gewonnen. Doch was hilft das, wenn man erneut zwei Punkte hat liegen lassen.  (haz/gsd)

Moors: „Wir haben nur 30 Minuten gespielt“

Das sagte BG-Coach Roel Moors: „Man kann sagen, das war ein Charaktersieg für Ludwigsburg. Wir sind verständlicherweise sehr frustriert und nicht zufrieden mit den Entscheidungen, die wir – auch ich – getroffen haben. Wir wissen, dass Ludwigsburg nie aufgibt und immer über 40 Minuten spielt. Das haben sie auch heute gemacht. Wir haben dagegen nur 30 Minuten gespielt, auch wenn das sehr guter Basketball war, aber das reicht nicht – Basketball geht immer 40 Minuten. 30 Punkte in einem Viertel zu bekommen, sind viel zu viele. Das hat mit Fokus und Mentalität zu tun – beides haben wir nur 30 Minuten gut gemacht.“

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