Basketball-Bundesliga: Peinliche Göttinger 65:78-Niederlage gegen Frankfurt

Fünf Skyliners schlagen BG

Drei Dreier im ersten Viertel, aber danach nur noch zwei Punkte: Nach einem starken Start erhielt der nachverpflichtete Göttinger Jerel Allen (re.), hier gegen Frankfurts Neuzugang Jacob Burtschi, zu wenig Einsatzzeit. 3 Fotos: Jelinek

Göttingen. Es wurde am Ende ein peinlicher Auftritt, den die Spieler der BG Göttingen vor immerhin über 3000 erwartungsfrohe Fans im Kellerduell gegen den Tabellenvorletzten Skyliners Frankfurt am 14. Spieltag der Basketball-Bundesliga ablieferten. Auch die Deutlichkeit von 65:78 (3134) gegen die Veilchen drückte zuletzt die Hilflosigkeit des Schlusslichts gegen keinesfalls überragende Hessen aus.

Nein, ein gutes Viertel, nämlich das erste, reicht eben nicht aus, um gegen ein Team zu siegen, dass im Prinzip ohne personelle Rotation spielt. Center Marius Nolte sorgte einzig, aber auch lediglich für etwas mehr als sechs Minuten, für Entlastung für die fünf „Aufrechten“ der Skyliners, bei denen Herber, McKinney und Robertson 40 Minuten durchspielten und die von den BGern hätten müde gelaufen werden müssen. Nur so hätten die Göttinger eine Chance gehabt, dieses so wichtige Match gegen den Abstieg für sich zu entscheiden.

Zweite Viertel ganz schwach

Im zweiten Viertel offenbarte sich das ganze Dilemma. Plötzlich war das Tempo nicht mehr da, Spielmacher Kyle Bailey verzögerte, anstatt den Ball schnell in den eigenen Reihen zu passen. Frankfurt musste da nur auf die sich in der Folgezeit häufenden Fehler wie Ballverluste oder hektische Würfe der BGer warten. Umso sicherer wurden die Frankfurter Würfe unter anderem von Center Jermareo Davidson, der in den ersten zehn Minuten gerade mal auf vier Punkte kam. Und in der Schlussphase packte Jacob Burtschi unbedrängt meist aus acht Metern noch drei erfolgreiche Dreier aus. Entscheidend aber auch das miserable zweite Viertel, in dem die Gastgeber mit 7:18 geradezu untergingen.

„Wir haben im ersten Viertel die Rebounds geholt, weil Frankfurt schlecht getroffen hat. Da konnten wir das Spiel dann schnell machen. Das hat uns Frankfurt aber ab dem zweiten Viertel nicht mehr erlaubt, da wir meist den Ball aus dem Netz holen mussten, weil die Gäste gut getroffen haben“, versuchte BG-Trainer Michael Meeks eine Erklärung, dass das Tempospiel nicht mehr möglich gewesen sei.

Es wird ganz eng für die BG

Vieles aber blieb unerklärlich. So die Tatsachen, dass Jerel Allen, der im ersten Viertel noch drei Dreier traf, in der entscheidenden Phase aber auf der Bank schmorte. Oder auch, dass Matt Bauscher in der ersten Halbzeit nur sieben Minuten zum Einsatz kam, Bailey aber nach seiner Verletzung 17 von 20 Minuten spielte.

Nun wird es ganz eng für die BG im Abstiegskampf, - fast schon aussichtslos. Denn die Konkurrenz im Kampf um den Klassenerhalt zieht allmählich davon. (gsd)

Von Walter Gleitze Und Helmut Anschütz

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