Basketball-Bundesliga Männer: BG Göttingen inzwischen fast drei Monate sieglos

Fünf Teams gegen Abstieg

Endlich mal wieder ein richtig gutes Spiel: Göttingens Harper Kamp (am Ball) gegen Ulms Nachwuchstalent Joschka Ferner. Links Nationalspieler Ismet Akpinar, rechts der BGer Jordan Loveridge. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. „Die entscheidenden Monate werden der März und April!“ Mit klaren Worten beschreibt Frank Meinertshagen die Situation der BG Göttingen. Nach dem 84:94 gegen Ulm sind die Veilchen wieder auf den vorletzten (Abstiegs-)Platz abgerutscht – und nicht nur der Geschäftsführer des Göttinger Basketball-Bundesligisten macht sich seine Gedanken. Nicht ausgeschlossen, dass sich auch seine Aussage von vor vier Wochen bewahrheitet. Es sei, so Meinertshagen damals, gut möglich, dass die BG bis zum nächsten Heimspiel am 3. März gegen Schlusslicht Tübingen kein Spiel mehr gewinne.

In der Tat türmen sich mit Würzburg am kommenden Freitag (19 Uhr) und dann Bayern München (Mittwoch, 14 Februar) Gegner vor den Veilchen auf, die so schwer zu bezwingen sind wie der Mount Everest. Wenn man wie gegen Ulm nicht die Chance auf einen Überraschungs-Sieg beim Schopf ergreift, muss man sich nicht über Platz 17 wundern. Und auch die schönen und dankenswerten Worte der gegnerischen Trainer Raoul Korner (Bayreuth) und nun Ulms Thorsten Leibenath zeitigen letztlich keine dringend nötigen Punkte.

Den Start verschlafen

„Wenn wir den Start gegen Ulm nicht verschlafen hätten, wäre das Spiel wohl anders verlaufen“, meinte Dominic Lockhart hinterher geknickt. „Es ist schwer, dann zurückzukommen. Das ist dann auch ein Kraft-Problem“, so der BG-Nationalspieler, der für die WM-Qualifikationsspiele gegen Serbien (22. Februar) und in Georgien (25. Februar) von Bundestrainer Henrik Rödl bereits nominiert wurde. Lockhart: „Wir müssen einfach weiter fokussiert bleiben.“ Auch er findet den weiteren Spielplan „blöd“, weil durch die zweite lange Pause nach dem München-Match (14. Februar) „der Kontakt zu den Fans verloren“ ginge.

Eine „schwierige Situation“ hat auch Harper Kamp ausgemacht – nicht nur wegen des „komischen Spielplans. Zusammen bleiben und kämpfen“, sagt der junge Vater. „Es gibt noch viele Spiele.“ Dennoch besteht die Gefahr, dass sie den BGern quasi durch Hände gleiten.

So, wie es aussieht, wird der Abstieg unter den letzten fünf Mannschaften ausgemacht: MBC (20 Spiele/sechs Siege), Bremerhaven (20/5), Rockets Gotha/Erfurt (19/4), BG (19/4) und Tübingen (20/1). Die Veilchen behaupten dabei einen zweifelhaften Rekord: Neun Pleiten in Folge sind aktuell die längste Serie der Liga. Seit dem 12. November wartet das Team von Trainer Roijakkers auf einen Sieg. Damals wurde in Bremerhaven gewonnen. Den letzten Heimsieg gab es eine Woche zuvor gegen Würzburg – den aktuellen Freitags-Gegner, der allein schon deshalb auf Revanche aus sein wird. Den Göttingern fehlt einfach einmal ein nicht eingeplanter Erfolg. Es bleibt schwierig und kritisch für die BG. (haz/gsd)

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