BG gegen Ludwigsburg: Ausrutscher für Ex-Trainer Patrick verboten

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Starke Leistung gegen den Meister: Göttingens „Big Man“ Darius Carter (am Ball) gegen Bambergs Leon Radosevic (links) und Lucca Staiger. Gegen die Franken erzielte Carter 24 Punkte. Rechts Mathis Mönninghoff.

Göttingen. Nach der Spielpause wegen des Ausfalls der Partie gegen Hagen geht es für die BG Göttingen am Ostermontag mit dem vorletzten Heimspiel gegen die MHP Riesen Ludwigsburg in den Saison-Endspurt in der Basketball-Bundesliga.

Während die Veilchen sorgenfrei aufspielen können, dürfen sich die Schwaben, die Gründonnerstag glücklich mit 81:78 gegen Bremerhaven gewannen, keinen Ausrutscher im Kampf um die Playoffs erlauben.

Ludwigsburg – das ist für die BG immer ein spezielles Spiel. Schließlich geht’s wieder mal gegen Ex-Coach John Patrick, der seit Januar 2013 bei den Schwaben ist. Derzeit kämpfen sie verbissen um die Playoffs, es wäre das vierte Mal in Serie, dass sie in die Endrunde einziehen. „Alles ist eng umkämpft, jedes Spiel zählt“, sagt Björn-Lars Blank, einst Pressesprecher bei der BG, seit 2012 in gleicher Funktion in Ludwigsburg. Das Spiel seines Teams verbindet der Duderstädter mit einem Heimatbesuch.

Patrick hat inzwischen seine Familie nach Schwaben geholt. Die ständige Pendelei war auf Dauer zu viel. Seine Söhne Johannes und Jakob spielen im JBBL-Team der Riesen, Julian, der älteste, ist Schiedsrichter. Vater „JP“ hat derzeit mit Verletzungsproblemen in seinem Team zu kämpfen. Nach Tekele Cotton (Hand) und Kelvin Martin (Oberschenkel) fehlt aktuell auch Chad Toppert (Bandscheibe). „Ohne die drei ist schon heftig“, sagt Blank. Nachverpflichtet hatte Patrick während der Saison D.J. Kennedy, Cliff Hammonds und den Ex-BGer Rocky Trice, der nach Ludwigsburg zurückkehrte.

Trotz des aktuellen Kampfes um Platz acht verlief die Saison für die Riesen bisher erfolgreich. Im Viertelfinale der Champions League fehlte ein einziger Punkt zum Einzug ins Final Four. „Der letzte Wurf des Gegners war leider drin“, erinnert sich Blank. Zudem war Ludwigsburg im BBL-Pokal-Final-Four in Berlin dabei.

Sehr speziell wird die Partie für Göttingens „Parkett-Chef“ Alex Ruoff. Er absolvierte die ersten fünf Saisonspiele noch für Ludwigsburg, verlor dabei gegen die BG mit 71:74 – und steht mit 11,2 Punkten pro Spiel derzeit immer noch auf Platz zwei der Riesen-Scorerliste hinter Center Jack Cooley. Auch Adam Waleskowski spielt gegen sein Ex-Team. Die „Punkte pro Spiel“-Liste weist zudem aus, dass die Schwaben äußerst ausgeglichen besetzt sind. Inzwischen hat Patrick vier neue Spieler in seinem Team: Trice, Hammonds, Kennedy und Crawford waren beim Hinspiel noch nicht dabei. Interessant wird das Rebound-Duell: Die BG und die Riesen sind die beiden besten Offensiv-Reboundteams der BBL. Scott Eatherton ist der beste Rebounder der Bundesliga, Cooley der drittbeste. „Wir müssen uns auf Ludwigsburgs Physis in der Verteidigung einstellen“, sagt Roijakkers.

• Erfreulich aus niedersächsischer Sicht und speziell für die BG auch, dass die Löwen Braunschweig am vergangenen Mittwoch den Klassenerhalt zu 99,9 Prozent mit dem 87:73-Sieg gegen Vechta geschafft haben. So wird es auch in der kommenden Saison die zwei bei den Fans beliebten Derbys gegen die Löwen geben.

• Achtung: Weil der Zirkus Busch auf dem Schützenplatz neben der S-Arena gastiert, gibt es dort so gut wie keine Parkplätze. 

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