Basketball-Bundesliga

Gelungener Start mit Zittersieg für Göttinger Frauen

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Beifall für den Beifall der Fans: Die Frauen der BG 74 bedanken sich bei den Anhängern für deren Unterstützung beim ersten Saisonsieg gegen Heidelberg. Der Dress ist jetzt ganz in grün gehalten. 

Hannover – 60 Sekunden vor Schluss wurde es noch einmal richtig eng. Durch zwei Freiwürfe von Gianotti war der USC Heidelberg tatsächlich noch einmal auf 54:56 herangekommen. Die Göttinger Bundesliga-Basketballerinnen wackelten im ersten Spiel beim Saison-Eröffnungsturnier in Hannover bedenklich, doch in der letzten Minute behielten die flippo Baskets BG 74 die Nerven. Durch acht Freiwürfe von Cayla McMorris, Jenny Crowder, Ivana Blazevic und Alissa Pierce siegten sie noch mit 64:58 (36:29).

Saisonstart gelungen, die ersten beiden Punkte gegen einen vermeintlichen Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg eingefahren. „Hauptsache gewonnen“, prustete Geschäftsführer Richard Crowder durch. „Wir hätten es nicht so spannend machen müssen“, pflichtete ihm sein Pendant Roland Emme-Weiß bei.

„Mit der zweiten Halbzeit bin ich nicht zufrieden“, räumte Trainer Goran Lojo ein. „Mit Jill Morton wäre das Spiel völlig anders verlaufen.“ Das nachverpflichtete US-Girl hatte für die Vorgeschichte der Partie gesorgt: Die BG 74 verzichtete auf ihren Einsatz, weil die Spielberechtigung nicht vorlag. Man wollte nichts riskieren. „Ich bin stinksauer auf den Deutschen Basketball-Bund“, meinte Crowder. Emme-Weiß belastete die FIBA (europäischer Verband), die das Papier nicht übermittelt haben soll.

Ohne Morton fehlte den BG-Ladies eine wichtige Wechsel-Alternative vor allem in der zweiten Hälfte. Lojo spielte nur mit einer Siebener-Rotation, der die Kräfte und Konzentration schwanden. So verspielte die BG 74 den 17-Punkte-Vorsprung (34:17) nach gut 15 Minuten, den sie sich durch einen 23:5-Lauf erarbeitet hatte. Unter anderem durch die starke Megan Mullings, die 19 Punkte beigesteuert hatte. Am Ende hatte der erfolgreichste Neuzugang 23 Zähler und elf Rebounds in der Statistik – erster „Double-Double“.

Am Ende war auch die Freiwurf-Schwäche der ersten Hälfte vergessen: Nur acht von 19 Versuchen fielen in den Heidelberger Korb. Elf Treffer bei 14 Versuchen bedeuteten schließlich nach dem Wechsel die ersten beiden Punkte. 58 Prozent Freiwurfquote sind dennoch unterirdisch. Ebenso vergessen waren da aber letztlich auch die schlechten sechs Minuten im letzten Viertel (2:9).

Für die Baskets war der Erfolg umso wichtiger, weil sie in Hannover gegen Heidelberg als Gastmannschaft gewertet wurden – es also ein Auswärtssieg war.

Viertel: 11:18, 18:18, 14:17, 15:11

BG 74: Pierce 6, Blazevic 11, Crowder 5 (6 Assists), Azinovic 7/2 Dreier, Karambatsa, Mullings 23/2 (11 Rounds), McMorris 12/1 (8 Rebounds), M. Oevermann, Fengkohl, A. Oevermann, Keune.

Beste Heidelberg:Gianotti 15/2, Harris 15, Arthur 14.  gsd

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