BG Göttingen bei den Artland Dragons: Letzte Chance auf Playoffs?

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Alter Bekannter: Quakenbrücks Ex-BGer Brandon Thomas (am Ball) gegen Göttingens Kapitän David Godbold. Thomas kam beim 83:70-Sieg in der S-Arena auf 17 Punkte, Godbold nur auf vier.

Göttingen. In der Tabelle der Basketball-Bundesliga sind sie punktgleich (28:32) und nur durch den direkten Vergleich getrennt. Im auf Samstag (20.30 Uhr) vorgezogenen Spiel trifft die BG Göttingen auswärts auf Gastgeber Artland Dragons Quakenbrück.

Möglicherweise ist diese Partie schon die entscheidende im Kampf um den Einzug in die Playoffs. Wer verliert, dürfte wohl mit der Endrunde nichts mehr zu tun haben.

In der Statistik sind die Drachen und die Veilchen fast gleich: Beide haben eine negative Heimbilanz (je sechs Siege und neun Niederlagen), aber eine positive Auswärtsbilanz (je acht Siege und sieben Schlappen). Von den letzten zehn Partien gewannen Quakenbrück und Göttingen je vier und verloren je sechs. Bei den Dragons stehen zuletzt drei Pleiten in Folge in der Tabelle, bei der BG zwei schmerzliche in Bremerhaven und gegen Crailsheim.

Während Aufsteiger Göttingen aber abseits dieser Fakten mit 14 Siegen in seiner Comeback-Spielzeit immer insgesamt noch glänzend dasteht, ist die Saison für die Artländer eher enttäuschend verlaufen. Mit Platz zehn liegen sie ziemlich weit hinter den Hoffnungen und Erwartungen zurück. Und dass sie nun gegen den Niedersachsen-Rivalen und Erstliga-Rückkehrer Göttingen sogar noch um den Playoff-Einzug kämpfen müssen, hätten sie sicher auch nicht geträumt.

Im ersten Heimspiel dieser Saison unterlag das Team von Trainer Johan Roijakkers den Dragons mit 70:83. Eine Niederlage, die der Niederländer inzwischen auf die Anfang Oktober 2014 noch fehlende Cleverness, Erfahrenheit und Routine zurückführt. Zudem war sein Team noch nicht eingespielt, die Abläufe, die Automatismen noch nicht vorhanden – der Aufsteiger musste gegen die erfahreneren Quakenbrücker ordentlich Lehrgeld zahlen. Mit den minus 13 Punkten aus dem Hinspiel im Rücken wird es für die BGer zudem schwer, sich noch gegebenenfalls den direkten Vergleich zu sichern – eine zusätzliche Bürde.

Korbgefährlichster Drache ist ein alter BG-Bekannter: Brandon Thomas (12,1 Punkte pro Spiel), den Ex-Coach John Patrick seinerzeit schon in der Vorbereitungsphase liftete, weil er nicht gut genug in der Defensive gewesen sei. Zwei Superlative kennzeichnen den Dragons-Kader: David Holston ist mit nur 1,70 m weiter der kleinste BBL-Spieler, Ken Frease mit 129 Kilo der schwerste. Gespannt darf man sein auf das Duell der „Zauberzwerge“ Holston gegen Göttingens Khalid El-Amin (1,78 m).

Lizenz-Unterlagen eingereicht

22 Klubs haben ihre Lizenzunterlagen bei der BBL eingereicht, darunter auch die BG (HNA berichtete) und die weiteren 17 Erstligisten. Aus der 2. Liga bewarben sich Würzburg, Nürnberg, Gießen und Essen (schon aus den Pro A-Playoffs ausgeschieden) – Halbfinalist Gotha aber nicht. Die Lizenz-Erteilung wird am 7. Mai bekanntgegeben.

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