BG Göttingen atmet durch: „Wir haben für die Fans gewonnen“

115 PS unter der Haube: Trainer Johan Roijakkers (vorne re.) und sein Team nahmen am Montag vom Renault-Geschäftsführer Michael Zimbal (M.) und Verkaufsleiter Uwe Altmann (re.) ihre neuen Dienstwagen („Veilchen im Blut“) in Empfang. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Mit dem ersten Heimsieg, dem zweiten Saisonerfolg gegen Bonn (75:68) fiel allen Beteiligten eine zentnerschwere Last von den Schultern. Der Sieg war allerdings auch bitter nötig, weil auch die Konkurrenz überraschend punktete wie Bremerhaven in Berlin.

Trainer Johan Roijakkers strich die Einstellung heraus. „Jeder half dem anderen, jeder, der reinkam, machte etwas. Wir haben 37 Minuten gut gespielt. Von diesen Spielen brauchen wir noch mehr.“

Gewinnbringend zu nutzen verstanden die BGer endlich den Heimvorteil mit den Zuschauern im Rücken. 3012 waren nach sechs Pleiten in Folge eine sehr ordentliche Kulisse.

So war der Sieg auch „ganz wichtig für die Moral und für die Fans“, kommentierte Robert Kulawick den Erfolg. „Gegenüber dem Spiel in Ulm war das ein Unterschied wie Tag und Nacht. Es war gut, dass wir uns mal zusammengesetzt haben.“ So verriet „Kulle“, dass sich die Spieler zum amerikanischen „Thanksgiving Day“ zu einem gemeinsamen Essen in Bovenden trafen.

„Kulle“ weiter: „Wir haben gezeigt, dass wir es auch können. Wir haben Bonn natürlich auch genau zum richtigen Zeitpunkt erwischt.“ Stimmt, die Baskets waren nach sieben Niederlagen in Serie angeschlagen. Was besonders auffiel: Als die BG das Match in den Griff bekam und nach und nach drehte, fiel den Gästen keine Antwort mehr ein. Die Rheinländer wirkten im dritten Viertel zeitweise wie paralysiert.

„Wir sind nach der Pause stark aus der Kabine gekommen“, bilanzierte Mathis Mönninghoff. „Johan (Trainer Roijakkers, d. Red.) sagte, die Bonner sehen müde aus. Die sind dann nicht mehr aus dem Loch herausgekommen.“ „Da haben wir komplett die Kontrolle verloren“, wirkte Bonns Coach Mathias Fischer völlig geknickt. „Wir hatten keine Ruhe und keinen Rhythmus mehr. Es war schwierig zurückzukommen.“

Bonns Hänger nutzte die BG endlich mal clever aus. „Der Schlüssel zum Sieg war die Defense“, strahlte Harper Kamp. „Daran haben wir die letzte Woche gearbeitet. Wir haben ein Statement abgegeben und wollten für die Fans gewinnen.“

„Kämpferisch astrein“, fand BG-Boss Frank Meinertshagen den ersten Heimsieg. „So hatten wir uns das erhofft. Das war ein Schritt nach vorn, mit dem Rotieren hat es besser geklappt. Nach unserer ersten Führung verlor Bonn sein Selbstvertrauen.“

Zur „Belohnung“ nahmen die BGer am Montagvormittag ihre zwölf neuen weißen Dienstwagen in Empfang. Die Renault-Scenics haben 115 PS unter der Haube. Der Clou: Jeder Spieler findet seine Rückennummer in den letzten beiden Ziffern des Kennzeichens wieder. (gsd)

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.