BG Göttingen in Bayreuth: Harte Nuss bei den Oberfranken

Völlig losgelöst: Göttingens Jamal Boykin (am Ball) hat sich gegen Bayreuths Brandon Bowman (rechts) und dessen Teamgefährten durchgesetzt und befördert den Ball mit Urgewalt in den Korb der Oberfranken – eine Szene aus dem Hinspiel. Foto: zje/gsd-nh

Göttingen. Zwischen den Heimspielen gegen Alba Berlin und dem FC Bayern München sind die Veilchen am Freitag (20 Uhr) bei medi Bayreuth zu Gast.

Ein Auswärtsspiel von besonderer Bedeutung, denn beide Team sind nur durch vier Punkte getrennt. Mit dem siebten Auswärtserfolg könnte die BG Göttingen einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen, bei einer Niederlage würden die Oberfranken aufschließen.

„Bayreuth ist eines der heimstärksten Teams der Liga. In Göttingen haben sie uns über drei Viertel dominiert, bevor wir ein unglaubliches Comeback auf das Parkett gelegt haben“, blickt BG-Coach Johan Roijakkers auf ein denkwürdigen Match Anfang diesen Jahres zurück. 17 Punkte lagen die Göttinger gegen Bayreuth zurück, alles schien auf eine Heimpleite hinzudeuten. Doch im letzten Viertel spielte die BG dann wie im Rausch und legte eine 22:0-Serie aufs Parkett, so dass es noch einen 88:85-Heimsieg gab. Die Mannschaft von Trainer Michael Koch traf erst nach gut sieben Minuten im letzten Viertel und kam insgesamt nur auf sechs Punkte.

Für Bayreuth war die Schlappe in der S-Arena eine von bisher elf Auswärtsniederlagen, der nur ein Auswärtserfolg in Hagen (79:78) gegenübersteht. Auswärts ist mit medi also kein Staat zu machen – ganz im Gegensatz zu den Auftritten in der „Festung Oberfrankenhalle“, wo bisher 8:5-Siege heraussprangen. Nur Berlin, Artland und Bamberg gewannen in der Vorrunde bei den Bayreuthern. Allerdings ist die Sieg-Niederlagen-Bilanz von medi alles andere als berauschend. Die letzten vier Spiele gingen verloren, in den vergangenen zehn Spielen gab es nur zwei Siege. Allerdings gewannen auch die Veilchen von ihren letzten fünf Partien nur eine.

Auch in der Statistik bekleckert sich Bayreuth nicht unbedingt mit Ruhm. Mit nur 75,7 Punkten erzielt die Koch-Mannschaft die zweitwenigsten in der laufenden Bundesliga-Serie. Drittletzter sind die Oberfranken an der Freiwurflinie, von wo aus sie nur knapp 72 Prozent treffen. Gar Letzter sind sie bei den Rebounds: Lediglich 31 können sie sich im Durchschnitt fischen.

Wie bei fast allen Teams hat sich auch bei den Bayreuthern der Kader verändert. Trevon Hughes ist nicht mehr dabei, dafür holte Coach Koch, dessen Sohn der Teammanager ist, mit Je’Kel Foster einen in der Bundesliga bekannten Ersatzmann. Der erfahrene Shooting Guard absolvierte bereits 190 BBL-Spiele für Oldenburg, München und Berlin. Mit knapp 15 Punkten ist Foster der Topscorer der Bayreuther.

„Mit Foster haben sie noch einen Gewinnertyp für ihr Team geholt. Er macht das ganze Team noch gefährlicher“, sagt BG-Trainer Roijakkers. Hinter Foster folgt Javon McCrea mit 14,7 Zählern pro Spiel. Ebenfalls neu im Koch-Team ist Jason Brickman, der mit sieben Punkten und fünf Assists pro Spiel auftrumpft. Für die BG steht also ein durchaus richtungweisendes Spiel an. Wohin führt der Weg der Veilchen? (haz/gsd-nh)

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