BG Göttingen beim 60:92 in Würzburg völlig chancenlos

Würzburg. John Patrick mit seiner neuen Mannschaft Baskets Würzburg gegen sein altes Team BG Göttingen – das war der Reiz des BBL-Duells zwischen den Mainfranken und den Südniedersachsen.

Es war auch der einzige Reiz, denn auf dem Parkett hatten die Veilchen so gut wie gar keine Chance bei der deprimierenden 60:92 (29:48)-Pleite.

John Patrick ließ seine alte Mannschaft, bei der er acht Jahre tätig war, von seiner neuen nach allen Regeln der Kunst bestrafen.

Kaum als Entschuldigung können die Göttinger dabei geltend machen, dass sie ohne Adamczak, Grimaldi, Bailey und Weber im Prinzip erneut nur mit einer Siebener-Rotation spielen konnten. Es war einfach ein absoluter Katastrophen-Auftritt. So sind die BGer nicht konkurrenzfähig in der 1. Liga!

Rund 100 Fans hatten sich auf den Weg nach Würzburg gemacht, um ihr Team und Ex-Coach John Patrick zu sehen. Von ihrer Mannschaft sahen sie in der ersten Halbzeit die bereits bekannten Flüchtigkeitsfehler und Unkonzentriertheiten. Mit zwei Dreier gingen die Mainfranken in Front, das passte schon, aber eben nicht für die BG. 10:2 war Würzburg schnell weg, Göttingen kam auf 12:8 heran, lag nach zehn Minuten aber schon 15:24 hinten.

Bis zur Pause ging´s ähnlich weiter. Nach 13 Minuten lagen die Veilchen nur 23:27 hinten, zwei Minuten später schon wieder klare Verhältnisse und 34:23 für die Baskets. Bis zur Pause hatte Patricks Team der BG schon neun Dreier eingeschenkt. Wenn man die nicht verteidigen kann, muss man sich nicht wundern, wenn das Spiel nach 20 Minuten bereits entschieden ist.

Über die zweite Hälfte muss man eigentlich nicht mehr viele Worte verlieren. Würzburg spielte weiter vor ausverkauftem Haus (3140 Zuschauer) auf wie ein Goliath, die Göttinger wurden immer mehr zu kleinen Davids. Den Veilchen fehlt es schlichtweg an Klasse, um in der Bundesliga bestehen zu können. Dass sie in dieser Verfassung auf dem letzten Platz bleiben, versteht sich von selbst. Und überhaupt: Auch Patrick hatte natürlich sein Duell gegen seinen früheren Assistenten Stefan Mienack klar für sich entschieden. Am Ende gab es obendrein noch den Spott der Basket-Fans: „Gegen Würzburg kann man mal verlier´n!"

BG: Ahelegbe 10, Dale 6, Horne 17, Noch 7, Saunders 2, Sykes 10, Mafra 6. – Zum Auffüllen der Bank saßen dort noch Aaron Donkor, David Markert, Greg Onwuegbuzie, Malte Herwig und Vitalis Chikoko (2 Punkte). (haz/gsd)

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