BG Göttingen in Bremerhaven: Vorentscheidung über Abstieg?

Am Boden – so wollen wir die BG am Sonntag NICHT sehen: Göttingens Mathis Mönninghoff im Lokhallen-Hinspiel in der Horizontalen neben Bremerhavens Philip Zwiener (hinten) und Jerry Smith (vorn). Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Sie wollen sich nicht nachsagen lassen, nicht wirklich alles für den Klassenerhalt in der Basketball-Bundesliga getan zu haben. Deswegen reisen Team und Trainer Johan Roijakkers auch bereits am Samstag zum Sonntagsspiel (15 Uhr) bei den Eisbären Bremerhaven an. In der Hoffnung, so gut vorbereitet wie möglich in die nächste, so wichtige Partie beim Tabellennachbarn und Abstiegs-Mitkonkurrenten zu gehen. Denn daran, dass das Match in der Stadthalle Bremerhaven sehr hohe Bedeutung hat, besteht kein Zweifel. Fällt da schon eine (Vor-)Entscheidung über den Abstieg?

Vier der fünf heißesten Abstiegskandidaten sind am kommenden Wochenende unter sich. Die BG (16., 12:42 Punkte) spielt in Bremerhaven (15., 14:40), Tübingen (14., 16.40) erwartet den MBC (17., 12:42 wie Göttingen). Für die Veilchen wäre natürlich ein Tübinger Sieg gegen den MBC ebenso ideal wie ein eigener Erfolg an der Nordsee. Doch selbst dann würde das Team von Trainer Johan Roijakkers hinter den Eisbären bleiben, denn den direkten Vergleich dürften die Göttinger nach dem 77:99 gegen Bremerhaven im Hinspiel kaum mehr holen. Schlusslicht Crailsheim erwartet übrigens Würzburg, das zuletzt Tübingen unterlag.

Extreme unter sich

Bremerhaven gegen Göttingen – da trifft das Team mit der schlechtesten Heimbilanz (zwei Siege, elf Niederlagen) auf die Mannschaft mit der zweitschwächsten Auswärtsbilanz (zwei Siege, elf Niederlagen) aufeinander. Was schon viel über die Konstellation aussagt. Im Gegensatz zur BG haben die Eisbären schon zweimal ihren Trainer gewechselt – mit sehr überschaubarem Erfolg. Für Muli Katzurin wurde Mitte November 2015 dessen Assistent Chris Harris installiert, Anfang Januar wurde er zum Chefcoach. Doch als auch Harris keinen nachhaltigen Erfolg zeitigte, holte man Sebastian Machowski (früher Oldenburg, Braunschweig). Aber auch mit ihm wurden zwei Heimspiele vergeigt, wohingegen die Auswärtsbilanz (5-9) recht ordentlich ist.

Sehr unangenehme Erinnerungen hat die BG aus dem Hinspiel vor allem an Kyle Fogg. Der BBL-Topscorer erzielte 35 Punkte, Jerry Smith 18. Foggs Erstliga-Schnitt liegt bei 16,6 Zählern. „Wir müssen versuchen, Fogg viel besser in den Griff zu bekommen als im Hinspiel“, fordert Roijakkers. Fast unglaublich: Göttingens Harper Kamp ist hinter Keaton Grant (Braunschweig), Ex-Veilchen Raymar Morgan (Ulm) und David Bell (Hagen) BBL-Fünfter mit 15,2 Zählern pro Spiel!

Die BG reist mit zuletzt sechs Pleiten in Folge an, die Eisbären gewannen zwei ihrer vergangenen vier Partien auswärts. In zwei Statistiken ist das Machowski-Team BBL-Spitzenreiter: 15,6 Ballverluste – so viele hat kein anderes Team. Nur 15,3 Vorlagen – so wenige hat keine andere Mannschaft. Ob unter anderem NBBL-Talent Johannes Menzel wieder mitfährt, vermochte Roijakkers am Donnerstag noch nicht zu sagen. (haz/gsd-nh)

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