Basketball-Bundesliga: Trainer Roijakkers hat jetzt elf Profis im Team – erster Test am Samstag gegen Gotha

BG Göttingen ist endlich komplett

Klimmzüge in Schräglage: Mathis Mönninghoff quält sich mit an einem Barren befestigten Gurten. Der neue Athletiktrainer Domenik Theodorou gestaltet das Fitnessprogramm. 3 Fotos: zje/gsd

Göttingen. Während die Profis im Fußball und Handball längst schon wieder in den Bundesligen spielen, fangen die Basketballer gerade erst mit den ersten Vorbereitungspartien auf die am 1. bis 4. Oktober beginnende neue Saison an. So auch die BG Göttingen, die am Samstag (18.30 Uhr, S-Arena) Zweitligist Gotha zum ersten Test erwartet. Was hat sich bei den Veilchen, die im ersten Jahr nach dem Wiederaufstieg in die erste Liga als Tabellen-Zehnter nur hauchdünn an den Playoffs vorbeischrammten, in der Sommerpause getan? Ein Überblick.

Mit Dominik Spohr hatte nur ein Spieler ein weiterlaufenden Vertrag. Nachwuchsmann Andy Onwuegbuzie erhielt seinen ersten Profi-Vertrag. Mit Robert Kulawick wurde um ein weiteres Jahr verlängert. Als einziger Amerikaner blieb Kapitän David Godbold.

Die Stars der vergangenen Saison wie Zauberzwerg Khalid El-Amin (Pristina/Kosovo), Raymar Morgan (Ulm) und Alex Ruoff (Bilbao/Spanien) waren wegen der begrenzten finanziellen Mittel (Etat: gut zwei Millionen Euro) nicht zu halten. Mit ihnen hat die BG im Schnitt 44 Punkte pro Spiel verloren: Morgan war Dritter der BBL-Scorerliste, Ruoff Fünfter, El-Amin Achter. Drei Spieler eines Aufsteigers unter den Top zehn, das war beachtlich. Egal: Trainer Johan Roijakkers machte sich daran, neue Spieler zu rekrutieren, nutzte sein weites Netzwerk in den USA. Spielmacher Marcus Hatten war der erste Neue, doch er bestand den Medizin-Check nicht. Für ihn fand Roijakkers in Armon Johnson einen quirligen Pointguard.

Familien-intern lief der zweite US-Wechsel ab: Jamal Boykin (28) erhielt keinen neuen Vertrag, wechselte wieder nach Japan. Von dort kommt nun sein Bruder Ruben Boykin (30) zu den Veilchen.

Dieser speziellen Verpflichtung folgten mit Ricky Minard (33) und Shane Edwards (28) zwei weitere US-Boys. Minard ist ein athletischer Spielmacher, mit 1,96m für diese Position sehr groß. Der in Los Angeles geborene Edwards (2,01m) ist als Power Forward eingeplant. Beide sind Basketball-Globetrotter, haben in mehr als einem halben Dutzend Ländern gespielt. Als letzter Amerikaner kam am Dienstag Juan Pattillo (27).

Die deutsche Fraktion komplettieren Malte Schwarz (vom MBC) und Mathis Mönninghoff (vom Insolvenzteam aus Trier). Er wurde mit Deutschland im Juni Vize-Universiade-Sieger in China. Roijakkers: „Wir haben eine gute Mischung zusammen.“

Bei der Formation des neuen Teams hat der Niederländer wieder auf Erfahrung, Dreier-Qualitäten, aber auch auf mehr Athletik Wert gelegt. (gsd)

Von Helmut Anschütz

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