BG Göttingen in Frankfurt vor drittem Kraftakt

Der Stress in der Basketball-Bundesliga geht weiter: Alex Ruoff (oben) und Robert Kulawick müssen mit der BG Göttingen am Samstag bei den Frankfurt Skyliners antreten. Foto: dpa

Göttingen. Korbleger, Rebounds und taktische Maßnahmen statt besinnlicher Feiertage – so sah nicht nur für Trainer Johan Roijakkers Weihnachten 2014 aus.

Der Spielplan der Basketball-Bundesliga ist unerbittlich. Doch mit den Ansetzungen vor, über und nach den Festtagen versprechen sich die BBL-Chefs volle Hallen. So muss die BG Göttingen am Samstag (18.30 Uhr) bei den Skyliners in der Frankfurter Ballsporthalle antreten. Die Frage lautet: Wie haben die Veilchen die beiden Kräfte zehrenden Spiele gegen Ulm (92:80-Sieg) und Bamberg (86:93-Niederlage) am letzten Samstag und Montag innerhalb von nur 50 Stunden verkraftet?

Nach der fünften Heimniederlage gegen Bamberg hatte Roijakkers deutlich herausgestellt, dass sein Team am obersten Level gespielt habe. Mehr sei mit den wenigen Akteuren in der eher kleinen Rotation, in der Harper Kamp weiter schmerzlich vermisst wird, kaum drin. Steckt nun noch genügend Energie im BG-Team, um auch die zuletzt stark aufstrebenden Hessen in Bedrängnis zu bringen? Zumal den Göttingern in der Jahreswechsel-Woche mit den Heimspielen gegen Oldenburg (30. Dezember, 18.30 Uhr) und Bayreuth (2. Januar, 20 Uhr) noch zwei weitere große Anstrengungen bevorstehen.

Die Skyliners-Mannschaft von Coach Gordon Herbert bot zuletzt ALBA Berlin lange Paroli, verlor erst in den letzten Minuten in der o2-World 79:85. Zuvor legten die Skyliners vier Siege hin. Gefährlich sind die Frankfurter vor allem von der Dreierlinie: BBL-Platz vier mit über 38 Prozent Erfolgsquote. Dagegen erzielen sie im Schnitt nur gut 75 Punkte – nur drei Teams sind noch schwächer.

Großes Pech hatten die Skyliners mit Verletzungen. So holte Coach Herbert zuletzt Justin Cobbs (je 13,3 Punkte in vier Einsätzen als Pointguard) dazu. „Seit sie ihn haben, sind sie im Aufwärtstrend“, sagt Roijakkers. Gut eingeschlagen waren zuvor Sean Armand (14,3), Richie Williams (Vechta, Hannover) und Aaron Doornekamp (Braunschweig). Ein „Ur-Frankfurter“ ist inzwischen Quantez Robertson, gegen den die BG schon in der ersten Bundesliga-Zeit antrat. Mit Johannes Voigtmann, Danilo Barthel und Konstantin Klein haben die Skyliners zudem drei Deutsche über dem Schnitt. Roijakkers: „Gute Deutsche, die ein Spiel auch entscheiden können.“

De Mello einst in Frankfurt

BG-Neuzugang Dominik Bahiense de Mello kennt sie noch aus seiner fünfjährigen Frankfurter Zeit. Für ihn ist die Partie am Samstag wie eine Rückkehr in die Vergangenheit, bevor er zuletzt drei Jahre in Oldenburg spielte. De Mello war in acht Spielen zwischen der BG und Frankfurt dabei, seine Bilanz ist dabei mit je vier Skyliners-Siegen und -Niederlagen ausgeglichen. Auch die Gesamtbilanz ist mit je fünf Erfolgen (drei BG-Siege in Frankfurt) und Niederlagen ausgeglichen. (haz/gsd)

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