BG Göttingen geht in Berlin nach der Pause der Sprit aus

Blick zum gegnerischen Korb: Berlins Kresimir Loncar (rechts), hier im Hinspiel gegen Göttingens Harper Kamp (links) und David Godbold, erzielte jetzt im Rückspiel zehn Punkte für Alba Berlin. Foto: Jelinek/gsd

Berlin. Nachdem die Eisbären Bremerhaven am Freitagabend im Kampf um den Klassenerhalt einen Big Point mit dem 85:80-Auswärtssieg in Braunschweig gelandet hatten, konnte die BG Göttingen am Samstag nicht nachziehen.

Sie rutschte durch die 66:84 (40:42)-Schlappe bei Alba Berlin wieder auf den drittletzten Platz ab - weil sie im direkten Vergleich (77:99-Pleite gegen das Team von der Nordsee) schlechter ist.

Auch wenn es etwas vermessen klingt: Bis weit in die zweite Halbzeit boten die Veilchen dem hohen Favoriten Paroli, hielten mit viel Herz und Courage mit. Doch am Ende wurde es noch eine deutlichere Niederlage, als es der Spielverlauf vorher zum Ausdruck brachte.

Immense Größen-Nachteile 

„Mit der Art und Weise, wie wir gespielt haben, bin ich zufrieden“, meinte BG-Coach Johan Roijakkers. „36 Minuten haben wir mitgehalten, aber dann ist uns der Sprit ausgegangen. Außerdem hat uns Alba an den Brettern gekillt. Wir konnten diese Fehler nicht begrenzen. Wenn du so ein Spiel gewinnen willst, musst du das aber schaffen.“

Konnten die Veilchen aber letztlich nicht, weil sie einmal mehr eben Größen-Nachteile hatten. „Die langen Jungs von Berlin konnten wir nicht kontrollieren“, räumte Dominik Spohr ein. Damit waren Elmeddin Kikanovic und Kresimir Loncar gemeint, die ihre Größe immer wieder gewinnbringend einsetzten. Solche (teuren) Spieler, die mithelfen, die Rebounds zu kontrollieren (44:28 für Alba), fehlen der BG schlicht und ergreifend.

Dafür war die erste Halbzeit umso bemerkenswerter. Die Göttinger hielten prima dagegen. 20:14 führte die BG nach den ersten zehn Minuten, beim 23:31 nach 15 Minuten forderten die Alba-Fans von ihrem Team: „Aufwachen, aufwachen“! Bis kurz vor der Pause hielten Kapitän Godbold & Co. die Führung, die dann doch beim 40:42 weg war.

Die ominösen Kleinigkeiten waren es nach dem Wechsel, die die Berliner schließlich doch langsam davonziehen ließen. Ian Hummer vergab den vierten seiner Freiwürfe, ein Korbleger von Mathis Mönninghoff rollte über die Alba-Reuse, ein Ballverlust von Khalid El-Amin tat ein Übriges. So war das Team vom extrovertierten Alba-Coach Sasa Obradovic nach 27 Minuten auf zehn Zähler (52:42) weg.

Hoffnung durch Hummer

Doch noch immer ließ sich die BG nicht vollends abschütteln. Hummer brachte sie nochmals auf 60:66 heran. Erst danach, als auch Spohr (32.) und El-Amin (35.) ihr viertes Foul kassiert hatten, schwand langsam die Konzentration der Veilchen, so dass es noch ein hoher Alba-Sieg wurde. Auch wenn Berlin letztlich wieder keine Reise wert war: Die BG muss nun das zweifellos vorhandene Positive aus diesem Spiel mitnehmen ins „Do-or-die“-Match (Leben oder sterben) gegen den MBC am kommenden Freitag.

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