BG Göttingen holt Hummer als Edward-Ersatz

Neuzugang bei der BG Göttingen: Der 25 Jahre alte US-Amerikaner Ian Hummer. Foto: nh

Göttingen. Die BG Göttingen hat ihren letzten Neuzugang für die aktuelle Saison in der Basketball-Bundesliga bekanntgegeben. Ian Hummer (25) ist die letzte Option, die der Tabellenvorletzte noch zur Verfügung hatte.

Er soll mithelfen, die Veilchen aus der akuten Abstiegsgefahr zu befreien. Hummer wird Shane Edwards ersetzen, mit dem die Zusammenarbeit in der vergangenen Woche beendet worden war. Der neue Amerikaner bekommt einen Vertrag bis zum Saisonende, zählt nun mit 2,01 Meter bei der BG zu den großen Spielern. 

„Ian passt zu unserem Stil“, sagt BG-Trainer Johan Roijakkers. „Er kann rebounden und den Ball beim Umschalten von Verteidigung auf Angriff schnell nach vorne dribbeln, was man bei Spielern auf seiner Position nicht oft sieht.“ Bundesliga-Erfahrung aus Ulm Die Bundesliga kennt Hummer, der einen Abschluss an der Elite-Uni in Princeton machte, durch ein kurzes Engagement vor zwei Jahren. 

Im Januar 2014 spielte er achtmal für ratiopharm Ulm. Von den Schwaben wechselte Hummer nach Finnland zu den Bisons Loimaa, für die er 36 Mal aktiv war. Im Meisterschaftsfinale unterlag Hummer mit den Bisons in fünf Spielen gegen Kataja. „Ian hat einen großartigen Charakter und wird sich schnell in unser Team integrieren“, sagt Roijakkers. Der neue „Big Man“ soll am Dienstag in Göttingen eintreffen. In Bamberg war die BG am Sonntag bei der 92:113-Niederlage absolut chancenlos. „Die waren einfach zu stark und wir hatten keine Bank und später auch keine Energie mehr“, meinte Robert Kulawick. „Ein großer Spieler fehlt uns ganz doll.“ 

Gefehlt hat in Bamberg auf dem Feld auch Terrell Everett. „In der All-Star-Pause haben wir die Kultur und die Standards in der Kabine etwas geändert“, sagte Roijakkers während der Pressekonferenz in Bamberg. „Terrell ist ein Energie-Vampir, der uns aussaugt. Er entscheidet, ob er wieder bei uns spielt, nicht ich.“ Wegen der Verlegung des Spiels gegen die Bayern folgt für die Veilchen nun eine dreiwöchige Spielpause – sehr ungewöhnlich mitten in der Saison. 

„Die Pause tut uns aber gar nicht gut“, so Kulawick weiter. „Wir haben keine Spielpraxis, gerade wo wir unseren neuen Spieler nun integrieren müssen.“ Ein Testspiel dürfte auch illusorisch sein, denn wo will die BG einen adäquaten Gegner herzaubern? (haz/gsd)

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