BG Göttingen holt den vierten Auswärtssieg in Tübingen

„Man of the Match“: Göttingens Khalid El-Amin (hier am Ball im Test gegen Zwolles Burton) steuerte 21 Punkte zum BG-Sieg in Tübingen bei. Foto: zje/nh

Tübingen. Auswärts ist diese BG kaum zu schlagen! Mit dem 83:72 (44:32) bei den Walter Tigers Tübingen fuhren die Veilchen aus Göttingen schon ihren vierten Auswärtserfolg in der Basketball-Bundesliga ein.

Bis auf zwei Punkte waren die Schwaben vier Minuten vor Schluss an die Göttinger herangekommen, doch vor allem einer behielt absolut die Nerven: Khalid El-Amin, der auf 21 Punkte kam und zur großen Überraschung wurde.

Denn völlig unerwartet begann die BG doch mit El-Amin – dabei hatte Trainer Johan Roijakkers noch eine Stunde vor Spielbeginn gesagt, er komme nicht zum Einsatz. Nach 45 Sekunden zog der Ex-NBA-Spieler sein erstes Foul, traf aber nach Raymar Morgans ersten Punkten seinen ersten Dreier zur Göttinger 5:4-Führung. Und auch in der Folge lief sehr viel über El-Amin – positiv wie negativ. Vier Ballverlusten standen drei Dreier gegenüber, keine schlechte Bilanz für einen Spieler, der eigentlich gar nicht spielen sollte.

Durch Morgans Dreier gingen die Veilchen 10:6 in Front und hielten ihren Vorsprung auch in der Folge. Dominik Spohr , El-Amin und auch Jamal Boykin verwandelten weitere Dreier für die BG, die sich auch von einem tollen Alley-oop von Tübingens Michael Cuffee kurz vor Ende des ersten Viertels nicht aus der Ruhe bringen ließ. Mit 25:20 für die Göttinger ging es in die erste Pause.

Der zweite Abschnitt war sicher kaum etwas für Basketball-Feinschmecker. El-Amin eröffnete ihn mit seinem dritten Dreier , doch danach schrumpfte der schöne Vorsprung der BG zusammen, die Tigers holten zum 26:28 auf. Auszugleichen vermochten sie indes nicht. Beide Teams agierten Mitte des zweiten Abschnitts mit erheblichen Defiziten, standen sich an der Freiwurflinie gegenüber. Doch da behielten die BGer die Nerven, trafen konstant. Mit einem schönen Steal baute El-Amin die Führung der Niedersachsen auf 41:31 aus. Robert Kulawick sorgte mit dem siebten Göttinger Dreier in der ersten Hälfte für die 44:32-Führung zur Pause. Göttingen hatte 50 Prozent seiner Drei-Punkte-Würfe verwandelt, eine gute Quote. Die Tendenz zur Halbzeit: Dieses Spiel darf man gegen schwache Tübinger einfach nicht verlieren.

Ruoff mit zwei Dreiern

Nach der Pause warf Alex Ruoff den Tübingern zwei Dreier rein, die BG baute ihre Führung auf 16 Punkte (50:34) aus. Alles schon in trockenen Tüchern? Leider nicht. Denn durch einen 9:0-Lauf kamen die Tigers wieder heran, die Tübinger Fans witterten Morgenluft. Die Tigers verkürzten auf vier Punkte (51:55), aber die BG behielt die Nerven, verlor das dritte Viertel (als einziges) mit 18:21, lag aber immer noch 62:53 vorn.

Im Schlussdurchgang wurde es immer spannender. Tübingen hatte schnell die Teamfoulgrenze erreicht, so dass die BG immer wieder bei Tigers-Fouls an die Freiwurflinie ging und auch punktete. Harper Kamp ging mit seinem 5. Foul raus (37.), doch auch dies erschütterte die Veilchen nicht. Godbold und zuvor auch Kulawick wahrten für ihr Team den Vorsprung. So fuhr die BG einen großen Sieg im Kampf gegen den Abstieg ein, hat jetzt 10:12 Punkte nach elf Spielen. Trainer Roijakkers: „Wir haben das Spiel zum Schluss kontrolliert, uns vorher aber selbst in den Fuß geschossen.“

BG: El-Amin 21, Morgan 13, Ruoff 10, Kamp 10, Boykin 9, Godbold 9, Kulawick 8, Spohr 3.

Beste Tübinger: Cuffee 25, Kashirov 19, Ratkovica 11. (gsd)

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