Einstieg ins Berufsleben

BG Göttingen: Kapitän Spohr geht von Bord

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Verlässt die BG Göttingen: Dominik Spohr. 

Göttingen. Der Kapitän geht von Bord! Dominik Spohr wird den Basketball-Bundesligisten BG Göttingen nach dem Ende der aktuellen Saison verlassen und seine Erstliga-Karriere beenden. 

Das gab der Tabellenzwölfte am Freitag bekannt. Nach vier Spielzeiten im lila-farbenen Trikot verlässt Spohr, der am kommenden Montag seinen 28. Geburtstag feiern wird, die BG Göttingen zum Saisonende. Die neu gewonnene Zeit will Spohr nutzen, um sich auf die Zeit nach seiner aktiven Basketball-Karriere vorzubereiten. „Es war eine sehr schwere Entscheidung für mich. Göttingen ist zu meiner zweiten Heimat geworden und mir sehr ans Herz gewachsen“, sagt der BG-Kapitän. „Ich muss jetzt aber langsam an den Einstieg in ein richtiges Berufsleben denken und will mein Studium erfolgreich abschließen. Das ist als Basketballprofi zeitlich nicht möglich.“

Endgültig an den Nagel hängen will Spohr seine Basketballschuhe aber noch nicht. Einen neuen Klub hat er aber noch nicht gefunden, möglich wäre aber ein Engagement bei einem Zweitligisten.

Der Forward reifte in seiner Heimatstadt Hagen vom Jugendspieler und Talent zum Profi und stieg mit Phoenix Hagen 2009 in die erste Liga auf. Nach drei weiteren Spielzeiten bei den „Feuervögeln“ wechselte Spohr 2012 zu den Gießen 46ers, die aufgrund von finanziellen Problemen den Ligaverbleib verpassten. Seit 2013 ist der 1,98 Meter große Profi ein Veilchen. „Der Aufstieg 2014 ist der größte Erfolg meiner Karriere“, betont der BG-Kapitän. „Mit Hagen bin ich zwar auch aufgestiegen, dort hatte ich als junger Profi aber eine viel kleinere Rolle als in Göttingen.“

In Göttingen machte Trainer Johan Roijakkers Spohr in dieser Saison zum Kapitän. „Ich habe es in meiner Basketball-Karriere schon viel weiter gebracht, als ich es jemals vermutet hatte. Das habe ich in erster Linie Johan Roijakkers zu verdanken, der mich zu einem besseren Basketball-Spieler gemacht hat. Er hat mir geholfen, meine Rolle zu finden und das Spiel noch besser zu verstehen.“ Auch private Gründe haben zu Spohrs Entscheidung beigetragen. Seine Freundin Jasmin lebt und arbeitet in Hagen – das Pendeln zwischen Hagen und Göttingen ist eine zusätzliche zeitliche Belastung. „Ich gehe basketballerisch bewusst einen Schritt zurück, um eine langfristige berufliche Perspektive zu haben“, so Spohr. (raw)

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