84:94 gegen Hagen: BG Göttingen kassiert vierte Heimniederlage

Im Angriff: Neuzugang Terrell Everett spielte am Freitag erstmals für die BG Göttingen. Foto: Jelinek

Göttingen. Auch in der S-Arena können die Veilchen nicht gewinnen. Nach drei Niederlagen in der Lokhalle verlor die BG Göttingen auch in ihrem angestammten Domizil mit 84:94 (41:54) gegen Phoenix Hagen.

2924 Zuschauer erlebten dabei ein katastrophales zweites Viertel der Mannschaft von Coach Johan Roijakkers. Am Ende wurde die Aufholjagd nicht mehr belohnt. So wird es für den Göttinger Basketball-Bundesligisten schwer, sich aus den unteren Tabellenregionen abzusetzen.

Entgegen den Aussagen von Trainer Johan Roijakkers lief der bislang verletzte Spielmacher Marque Perry doch auf, stand in der „starting five“ zusammen mit dem ebenfalls neuen Terrell Everett, der auch für die erste Führung sorgte. Doch die währte nur kurz, denn die Hagener antworteten gewaltig und gingen gleich mit 8:2 in Front. Die Veilchen antworteten zum 8:8-Ausgleich, aber das Göttinger Spiel blieb ohne Linie. Dennoch legten die BGer einen10:0-Serie hin, die zu einer 18:14-Führung führten, auch dank zweier schöner Blocks von Shane Edwards. Mit 20:17 ging´s in die erste Pause. Eine schmeichelhafte Führung der Roijakkers-Mannschaft.

Denn nun waren die Westfalen in Trefferlaune, kamen ihrerseits zu einem 13:0-Lauf, der zum 30:20 für Phoenix führte. Bei der BG lief wenig zusammen, das Spielverständnis ließ zu wünschen übrig und von Systemen war relativ wenig zu sehen. Vor allem Hagens Spielmacher Jefferson war kaum zu kontrollieren, während die sonstige Nummer eins David Bell nicht wie gewohnt zum Zuge kam. Phoenix zog so immer weiter weg, ehe Perry nach 17 Minuten der erste Dreier für die Veilchen gelang. Wenig später versuchten Edwards und Perry einen „Alley-oop“, der jedoch kläglich misslang. Kann man machen, wenn man mit 15 Punkten führt! Roijakkers gab jedem Spieler eine Chance, doch Boykin, Mönninghoff und Schwarz bekamen wenig geregelt. Allein Kamp und Edwards warteten mit Punkten und gelungenen Aktionen auf. So ging‘s mit einem 35:49 in die Kabine, weil Bell noch einen „Buzzer beater“ mit Schluss einnetzte.

Auch zu Beginn des dritten Viertels konnte Hagen immer wieder unter dem Göttinger Korb punkten. Ein ums andere Mal zogen die Westfalen ins Zentrum der Göttinger Abwehr, die mehrfach überhaupt nicht aufpasste. Das BG-Spiel „lebte“ allein von Perry, Edwards und Kamp, der kaum zu stoppen war. Zumindest zeigten die Göttinger nun aber Kampfgeist und arbeiteten sich mühsam heran. Nach 30 Minuten nur noch 71:63 für Phoenix, weil die BG die dritten zehn Minuten 28:22 gewann.

84:94 gegen Hagen: BG Göttingen kassiert vierte Heimniederlage

Im Schlussviertel gaben die Veilchen erneut Gas, verkürzten sogar auf drei Zähler beim 72:75 (34.). Doch wieder diese Konzentrationsschwächen – und Phoenix zog erneut weg auf 81:73.

Die Fans trieben die Göttinger zwar unentwegt nach vorn, doch die Hoffnung auf den ersten Heimsieg schwand dann doch wieder. Zumal Godbold und Everett mit dem jeweils fünften Foul ausschieden. Shane Edwards letzter Dreier zum Endstand war nur noch Ergebniskosmetik.

BG: Perry 19, Kulawick, Everett 10, Spohr 3, Schwarz 3, Godbold 5, Mönninghoff, Kamp 23, Edwards 17, Boykin 4.

Hagens Beste: Bell 25, Jefferson 20, Klassen 14. (gsd)

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