BG Göttingen muss gegen ALBA Berlin ran

Zwölf Punkte für Alba im Hinspiel: Berlins Jordan Taylor (am Ball) gegen Göttingens Malte Schwarz. Rechts die BGer David Godbold und Harper Kamp vor Berlins Kresimir Loncar, der in der Lokhalle sein erstes Spiel für den aktuellen Pokalsieger absolvierte. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Mit einem akzeptablen Ergebnis in Berlin auf die beiden viel wichtigeren Spiele gegen den MBC und Tübingen einstimmen – so oder ähnlich dürfte die Prämisse der BG Göttingen vor dem Auftritt am Samstag (18.30 Uhr) in der Mercedes-Benz-Arena lauten.

Oder fahren die Veilchen letztlich doch nur zu den „Albatrossen“, um ihnen noch nachträglich zum überraschenden Pokalsieg zu gratulieren?

Ihren Reiz bezieht die Partie unter anderem auch aus den vergangenen Spielen der Berliner. In nur zehn Tagen mussten sie viermal gegen Bayern München antreten. Zuerst siegte Alba im Pokalfinale 67:65 im Audi-Dome – eine Schmach für den FCB in eigener Halle. Dann folgte das erste der deutsch-deutschen Duelle im Eurocup am Berliner Ostbahnhof: 82:82, das im Basketball seltene Remis im ersten Spiel eines europäischen Wettbewerbs im K.o.-Modus.

Dann das Bundesliga-Duell wieder in München, in dem sich der FC Bayern fürchterlich für die Pokal-Pleite rächte: 96:65-Sieg, Rangeleien, Schubsereien, hitzige Atmosphäre inklusive. Albas Dragan Milosavljevic wurde am Donnerstag „wegen Tätlichkeit in einem minderschweren Fall“ von BBL-Spielleiter Dirk Horstmann für ein Punktspiel (gegen die BG!) gesperrt – plus 3000 Euro Geldstrafe (ebenso wie Bayerns Ex-Berliner Alex Renfroe).

Zuletzt folgte nun Münchens 84:75-Erfolg im Eurocup-Rückspiel gegen das Team von Albas extrovertiertem Trainer Sasa Obradovic. Bekommt nun die BG den Frust von Alba über das Euro-Aus zu spüren?

Kann gut möglich sein, denn die Berliner haben in der BBL auch ihre letzten beiden Heimspiele gegen Würzburg (83:90) und Ludwigsburg (74:78) verloren. Da müsste man – aus Alba-Sicht – mal wieder etwas für die eigenen Fans tun, die ja eigentlich eher Heimsiege gewohnt sind. Dass nun auch die Veilchen zum Spielverderber für Alba werden, erscheint jedoch eher ausgeschlossen. Aber: Mit je fünf Siegen und Niederlagen ist die „Last 10“-Bilanz der Berliner auch nur durchwachsen.

In ihren Reihen sind mit „Abwehr-Terrier“ Akeem Vargas und Marc Liyanage nach wie vor zwei Ex-Göttinger. Während Vargas auf im Schnitt gute 16:07 Minuten Einsatzzeit in 23 Spielen gekommen ist, hält Liyanage (nur 2:48 min. in elf Einsätzen) mehr die Deutschen-Quote aufrecht.

Aktuell verstärkt hat sich Alba mit Brandon Ashley (21, 2,01m), der US-Forward kommt aus der D-League (Entwicklungs-Liga) von den Texas Legends. Verlängert haben die Berliner den Vertrag mit dem auch erst nachverpflichteten Robert Lowery, der sich am Knöchel verletzte und ausfällt.

Zu den Eckpfeilern des Teams zählen die US-Boys Will Cherry, Jordan Taylor und Mitchell Watt sowie Elmeddin Kikanovic, Kresimir Loncar und der nun gesperrte Dragan Milosavljevic. Nicht zu vergessen die Deutschen Niels Giffey (zuletzt verletzt), Alex King, Ismet Akpinar und Jonas („WoBo“) Wohlfahrt-Bottermann.

Starke Albatrosse, gegen die sich die Veilchen behaupten müssen. Im Hinspiel setzte es in der Lokhalle schon eine deutliche 63:88-Pleite. Das Rückspiel wird jetzt nicht leichter. (haz/gsd-nh)

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