BG Göttingen in den nächsten sechs Spielen fünfmal zuhause

Vorbildliche Schusshaltung: Alex Ruoff (rechts) lässt Braunschweigs Sid-Marlon Theis keine Chance. Löwen-Coach Menz bezeichnete Ruoff als den entscheidenden Mann auf Veilchen-Seite. Foto: gsd

Göttingen. „Ich hatte Blick-Kontakt mit Jesse Sanders. Nachdem ich den Ball hatte, habe ich ganz kurz überlegt: Einen Dunk machen oder einen sicheren Korbleger?“ So beschreibt Adam Waleskowski die entscheidende Szene 1,7 Sekunden vor Schluss beim 77:75-Sieg der BG Göttingen in Braunschweig. Veilchen-Rückkehrer Waleskowski entschied für die sichere Variante und bescherte seinem Team damit einen Jubel-Sturm der über 400 mitgereisten Fans, die den Göttinger Basketball-Bundesligisten noch minutenlang in der Volkswagenhalle feierten.

Waleskowski hat seine Mannschaft durch den dritten Auswärtssieg jetzt in eine sehr aussichtsreiche Position gebracht. Mit 8:10-Punkten stehen die Veilchen weitaus besser da, als vor der Saison vermutet. Und nun ergibt sich für die Mannschaft von Trainer Johan Roijakkers eine „Quintuple-Chance“, eine fünffache Heim-Chance!

Auswärts nur in Bayreuth

Denn fünf der nächsten sechs Partien können die Veilchen in eigener Halle austragen. Zunächst drei Heimspiele in Folge gegen Frankfurt, Gießen und Vechta – können sie da mit weiteren Siegen auf ein positives Punkte-Konto kommen und in der Tabelle noch höher klettern? Nicht ausgeschlossen. Nach dem einzigen Auswärtsmatch beim Überraschungsdritten Bayreuth folgen die beiden Lokhallen-Heimspiele gegen Jena und Tübingen. Das eröffnet ungeahnte Aussichten.

Die beiden Hessen-Teams scheinen ebenso bezwingbar wie Aufsteiger und Erstliga-Rückkehrer Vechta. Die Skyliners (zu Gast am kommenden Sonntag/15.30 Uhr) sind längst nicht mehr so stark wie in den vergangenen Spielzeiten. Gießen (Freitag, 25. November) hat sich gut verstärkt, ist mit einer konzentrierten Leistung aber genauso zu schlagen wie die Rastamänner (Samstag, 3. Dezember).

„Erleichterung“ verspürte Mathis Mönninghoff nach dem Dusel-Sieg bei den Löwen. „Das war natürlich kein schönes Spiel, aber nur der Sieg zählt“, bemühte er eine bekannte Floskel. „Wir haben Braunschweig zu viele zweite Chancen gegeben“, analysierte Kapitän Dominik Spohr. „Dieser Sieg war sehr wichtig für uns.“

„Wir hatten eine furchtbare Dreierquote“, beschrieb Jesse Sanders dieses Manko. „Aber dann war Benas völlig frei“, erinnerte sich der BG-Spielmacher an die beiden Dreier, die der Litauer kurz vor Schluss versenkte. Sanders: „Zum Schluss haben wir unsere Angriffe gut ausgeführt.“ Mönninghoff brach nochmal eine Lanze für die Veilchen-Fans: „Dazu braucht man nichts mehr zu sagen, sie waren wieder klasse – ein dickes Plus für sie. Die Unterstützung kriegt man auf dem Feld schon mit.“ (haz/gsd-nh)

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