Basketball-Bundesliga: BG schlägt Eisbären aus Bremerhaven mit 100:72

Göttingen wie im Rausch

Unwiderstehlich: Chris Oliver setzt sich gegen Bremerhavens Brandon Brooks durch. Foto: Jelinek

Göttingen. Die BG Göttingen stellt seine Fans und auch ihren Trainer John Patrick schon ab und an vor ein Rätsel. Die Eisbären aus Bremerhaven wurden am 32. Spieltag der Basketball-Bundesliga vor 3189 begeisterten Zuschauern beim 100:72 (65:38)-Sieg von den Veilchen geradezu aus der Lokhalle getrieben.

Und erstmals in dieser Saison knackten die BGer die 100-Punkte-Marke. Die Spieler schienen ihren Trainer erhört zu haben. Endlich fingen sie so an, wie sich das Patrick gewünscht hatte – aggressiv in der Defense. Einmal mehr war es Spielmacher Taylor Rochestie, der zwölf Punkte den Eisbären einschenkte. Und im zweiten Viertel packte der kleine Göttinger Wirbelwind noch einmal 13 Punkte drauf und avancierte am Ende zum überragenden Spieler und Punktesammler. Überhaupt spielten sich die Veilchen in einen wahren Rausch, Bremerhaven erwies sich in den ersten 20 Minuten als besserer Sparringspartner, was sich auch nach der Pause fortsetzte.

Hinzu kam, dass die Gastgeber im ersten Spielabschnitt fast alles trafen: Allein von der Dreierlinie hatten sie eine Quote von 60 Prozent. Neun von 15 Dreiern landeten im gegnerischen Korb, vier davon warf Rochestie. Dabei schonte Patrick seinen Center Jason Boone. Andere sprangen in die Bresche, Chris Oliver erneut mit deutlich aufsteigender Tendenz, der sich ein knallhartes Duell mit Gibbs lieferte und dabei meist Sieger blieb. Er hielt in der ersten Halbzeit den Bremerhavener „Stiernacken“ auf sechs Punkte, für Gibbs eine überaus magere Ausbeute.

Und immer wieder liefen die Göttinger in die Schnittstelle der Eisbären, die sich eher wie ganz zahme Teddybären verhielten. Und noch ein Plus: Im Gegensatz zur 88:90-Niederlage gegen Frankfurt am vergangenen Sonntag stand die BG-Defensive gegen die Bremerhavener Dreierschütze recht stabil.

Das Punktefestival der BGer setzte sich auch in den zweiten 20 Minuten fort. Nur noch pure Freude und Begeisterung herrschte in der Lokhalle. Und Nachwuchsspieler Tobias Welzel war es vorbehalten, den 100. Punkt zu erzielen. Nun soll morgen ab 18 Uhr auch Alba Berlin dran glauben. Sollte dieses Spiel auch gewonnen werden, kann den BGern der vierte Platz und das damit verbundene Heimrecht nicht mehr genommen werden.

Göttingen: Kulawick 2, McNaugthon 4, Welzel 2, Rochestie 35, Little 12, Jacobson 8, Meeks 17, Oliver 20, Jordan, Adamczak. (gsd)

Von Walter Gleitze

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