BG Göttingen trifft auf das Münchener Star-Ensemble

Zieht von außen zum Korb: Göttingens Joanic Grüttner Bacoul (rechts, gegen Oldenburgs Philipp Schwethelm) heimste in den ersten beiden Punktspielen viel Lob ein. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Verrückte Basketball-Bundesliga! Braunschweig schlägt erst Bremerhaven, dann siegt Bremerhaven in Berlin – und Braunschweig bekommt anschließend eine Riesen-Klatsche in München. 53:111 gingen die Löwen beim FC Bayern unter, 58 Punkte Differenz sind Rekord. Und die Bayern sind nun am Samstag (16 Uhr, live auf TelekomSport, Ausschnitte in der ARD-Sportschau) der nächste Heimgegner der BG Göttingen, die mit zwei Niederlagen gegen Oldenburg und in Frankfurt startete.

„Das ist ein einfaches Spiel“, verblüfft BG-Coach Johan Roijakkers nicht zum ersten Mal mit seiner Einschätzung. „Wir haben nichts zu verlieren.“ Auch, weil sein Team wohl zum dritten Mal ohne „Fünfer“ spielt. In der Tat erscheint es ratsamer, gegen die Münchener wieder auf Darius Carter und Dennis Kramer zu verzichten – auch sie dürften die zu erwartende Niederlage nicht wirklich verhindern können. Für die Veilchen wird es darum gehen, wie man sich gegen den übermächtigen Gegner präsentiert. In den folgenden Partien gegen Berlin, in Ulm und dann gegen Jena wird der Einsatz von Carter und Kramer wichtiger sein.

Grüttner auf dem Vormarsch

Wieder mit dabei sein wird Paul Watson. Der Neuzugang hat seine Erkältung überwunden. Spekulationen von einer eventuellen sofortigen Rückkehr in seine Heimat widerspricht Roijakkers. „Wir brauchen ihn“, bekräftigt der Trainer. Aber das erste Mal so weit weg von Zuhause in Europa – das war auch schon für viele andere junge US-Boys vor Watson nicht einfach. Was Watson kann, hat er in den Testspielen angedeutet. Nicht unbedingt die stämmige Kämpferfigur, aber ein filigraner, ästhetischer Korbjäger durchaus mit Durchsetzungsvermögen.

Richtig Spaß bei der BG macht derzeit Joanic Grüttner Bacoul. „Man sieht, wie er im Sommer gearbeitet hat“, lobt Roijakkers den Jungspund. Der Berliner bekommt immer mehr Einsatzzeit, zeigte schon viele gute Aktionen und wechselte vom Bankdrücker zum Starting five-Spieler.

Wunschteam für den Trainer

Ganz andere Kaliber sind natürlich die Bayern. Coach Aleksandar Djordjevic hat sein Wunschteam zusammengestellt und muss nicht mehr auf den Kader von Vorgänger Pesic bauen. Dass der Serbe drei Landsleute im Team hat, verwundert kaum. Neu darunter Milan Macvan (2,06m), der einst schon in der EuroChallenge gegen die BG in der Lokhalle spielte. Der Forward ist aber nur ein Teil der exzellenten Riege. Alle zwölf Spieler können bedenkenlos in der „starting five“ spielen. Neu neben Macvan sind Braydon Hobbs (zuvor Ulm, Gießen), Stefan Jovic (Roter Stern Belgrad) und US-Guard Jared Cunningham (Jiangsu/China).

Zudem lesen sich die „alten“ Bayern wie das „Who is Who“ der 1. Liga: 2,07m-Center Maik Zirbes, Offensiv-Kante Devin Booker, Reggie Redding, Anton Gavel und, und, und. Münchens Star-Ensemble zuzuschauen, wird allen Basketball-Fans Spaß machen – auch wenn man kein Bayern-Fan ist. (haz/gsd)

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