BG Göttingen in Ulm: Wiedersehen mit Raymar Morgan

Ein Ex-Göttinger in Ulm: Raymar Morgan (re., wieder mit der Nummer 8) hier im Eurocup gegen Zaragozas Stevan Jelovac. Am Samstag trifft er auf seine ehemaligen Teamkollegen. Foto: dpa

Göttingen. Er war einer der Stars bei den Veilchen in der vergangenen Saison. Raymar Morgan, der „Schnapszahl-Amerikaner“ (geboren am 8.8.88) bei der BG Göttingen.

Mit 16,2 Punkten pro Spiel war der Forward aus Canton (Ohio) drittbester Werfer der Basketball-Bundesliga. Nach einer kurzen Stippvisite bei Panathinaikos Athen landete Morgan bei ratiopharm Ulm. Jetzt tritt er am Samstag (18.30 Uhr) erstmals gegen seine frühere Göttinger Mannschaft an – im Kellerduell! Gibt es da bei Morgan mal wieder einen schönen Abend für die BG? In der BBL hinken die Ulmer den eigenen hohen Ansprüchen hinterher. Im Eurocup sind sie dagegen auf gutem Kurs. Am Mittwochabend verloren sie zwar 78:90 in Venedig (mit 23 Punkten von Morgan), mit je drei Siegen und Niederlagen stehen sie jedoch noch gut da. Die Partie gegen die BG ist fürs Team von Trainer Thorsten Leibenath, der es sogar für legitim hält, in der Bundesliga von einer Krise zu sprechen, eingebettet in die Euro-Spiele in Venedig und kommenden Mittwoch gegen Charleroi (Belgien).

Fünf Niederlagen in Folge

Wie für die Göttinger setzte es für Ulm zuletzt fünf Pleiten in Folge. Bei Aufsteiger Gießen vergeigten die Ulmer das letzte Viertel mit 9:28, was zur herben 69:91-Schlappe führte. Trotz aktuell 14,2 Zählern von Morgan pro Spiel ist Ulm mit nur zwei Siegen (4:14 Punkte) Viertletzter, die Veilchen (2:14) sind Vorletzter.

Fest steht seit Donnerstag Nachmittag, dass das Leibenath-Team, das zuhause von fünf Spielen nur eines gewann, am Samstag noch einen Neuen präsentiert. Wegen einer Verletzung von Carlon Braun wurde Chris Babb als Ersatz für die Position zwei (Shooting Guard) geholt. Verstärkt hatte sich Ulm vor der Saison unter anderem mit Augustine Rubit (13,4) aus Tübingen, derzeit nach Spielmacher Per Günther (13,6) drittbester Werfer seines Teams.

Als Stürmchen im Wasserglas erwies sich die Spekulation, dass Spielmacher Marque Perry angeblich wieder gehen müsse. Das hatte das Basketball-Portal „eurobasket.com“ verbreitet – nicht die erste Falschmeldung dieser Homepage, die auch schon mal Dru Joyce (früher Braunschweig, jetzt Würzburg) nach Göttingen verkauft hatte.

Harmonie erst langsam

Perry soll, so BG-Coach Johan Roijakkers, durch viel Training mehr und mehr ins Veilchen-Team integriert werden, ebenso wie der nachverpflichtete Terrell Everett. Durch die vielen Personalwechsel wächst die Harmonie, das Zusammenspiel erst langsam. Daher war Roijakkers ja auch trotz der 76:90-Pleite in Ludwigsburg auch relativ zufrieden.

„Die Aufgabe in Ulm ist natürlich eine Herausforderung und wird richtig schwer“, sagt BG-Dreierspezialist Robert Kulawick. „Mit allen neuen Spieler haben wir jetzt erst eine Woche zusammen trainiert.“ Weil Ulm das drittweiteste Auswärtsspiel ist, fährt die BG bereits am Freitag in den Süden.

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