BG Göttingen verliert auch Derby gegen Braunschweig

Zwei-Mann-Schau: Göttingens Khalid El-Amin (am Ball) und Harper Kamp (rechts) bestimmten das Spiel. Dazwischen Löwen-Hüne Kenny Frease, der sich mit Kamp und auch Ruben Boykin harte Duelle unter den Körben lieferte. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Auch im fünften Spiel in dieser Saison in der Lokhalle gab es für die BG Göttingen keinen Sieg. Nach Pleiten gegen Berlin, Bamberg, Frankfurt und Bremerhaven waren die Punkte auch im Niedersachsen-Derby gegen die Löwen Braunschweig futsch.

Und durch die 63:67 (31:34)-Pleite rutschen die Veilchen auch wieder auf einen direkten Abstiegsplatz ab. Punkte für prächtige Stimmung gibt es in der Basketball-Bundesliga nach wie vor nicht.

Die Entscheidung für diese überaus unglückliche Niederlage der Veilchen dürfte sich in der 34. Minute ereignet haben. Kurz zuvor hatte Center Harper Kamp die BGer wieder auf Schlagdistanz mit zwei erfolgreichen Körben und jeweils einem Bonuswurf auf 54:57 herangebracht, als er sein fünftes Foul kassierte. Zwar schaffte Mathis Mönninghoff noch das 57:57, Khalid El-Amin das 60:60 und wiederum Mönninghoff das 63:60, doch in den letzten vier Minuten wurde Kamp unter den Körben schmerzlichst vermisst, so dass die Gäste mit einem 7:0-Lauf diese enge Partie für sich entscheiden konnten.

24-Offensiv-Rebounds der BG

„Wir hatten uns auf einen harten Fight eingestellt“, meinte Braunschweigs Headcoach Raoul Korner hinterher. „Es gleicht schon einer Sensation, wenn man ein Spiel gewinnt, obwohl man 24 Offensiv-Rebounds des Gegners zulässt. Chapeau allerdings, dass wir nur 63 Punkte zugelassen haben“, sagte Korner weiter.

Allerdings müssen sich die Veilchen den Vorwurf gefallen lassen, ein Spiel verloren zu haben, in dem sie ebenfalls lediglich 67 Punkte dem Gegner zugestanden hatten. Doch wie häufig der Ball auf dem Braunschweiger Ring auch bei mehreren Tip-Ins in Folge herumtänzelte, um letztlich doch nicht durch die Reuse zu fallen, das hat es wohl so noch nicht gegeben in der Lokhalle. Also auch viel Pech für die Göttinger, die indes gegen die in diesem Jahr sehr starken Löwen gewiesen haben, dass sie gegen solche Gegner durchaus eine Siegchance haben.

„Mein Team hat alles gegeben“, konstatierte BG-Trainer Johan Roijakkers, der ein trotz der erneuten Niederlage erfreulich verändertes Gesicht seiner Mannschaft gegenüber dem desaströsen 77:99 gegen die Eisbären Bremerhaven drei Tage zuvor gesehen hatte. Was ihn allerdings ärgerte, war die Tatsache, dass sein Team in den letzten Minuten kein Mittel gegen Braunschweigs Tyrone Nash im Spiel eins gegen eins fand und so Nash zum Matchwinner avancierte.

BG zu schwach in der Breite

Ernüchternd erneut die Erkenntnis, dass die Göttinger in der Breite zu schwach aufgestellt sind. Mit drei durchweg auf Bundesliga-Niveau spielenden Akteuren wird’s schwer, die Liga halten zu können. (gsd)

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