Termin: 30. April bis 2. Mai

BG Göttingen will Final Four ausrichten

Göttingen. Der Basketball-Bundesligist BG Göttingen will sich um das Heimrecht beim Final Four in der Eurochallenge bewerben. Das teilte ein BG-Sprecher am Dienstag auf Anfrage mit.

Bisher hatte sich die BG bei der Bewerbung zurückgehalten. Zu teuer, war eine Begründung. Angeblich soll allein die Ausrichtung der Endrunde etwa 400.000 Euro kosten.

Nach Einschätzung von Beobachtern ist die BG offenbar in Kontakt mit der Europäischen Basketball-Liga FIBA getreten, um deren Kriterien neu auszuhandeln. Bisher konnte die BG allein auf Größe der Lokhalle den Zuschlag nicht erhalten: Die Göttinger Halle fasst 3474 Zuschauer, die FIBA forderte Platz für mindestens 4000. 

Sollten die Niedersachsen den Zuschlag erhalten, findet die Endrunde in dem europäischen Wettbewerb vom 30. April bis 2. Mai in der Göttinger Lokhalle statt.

BG Göttingen: Der Weg ins Final Four

Die BG Göttingen auf dem Weg ins Final Four der EuroChallenge

Das Abenteur EuroChallenge startete für die BG im russischen Kuban. Es stand das Duell gegen den hoch favorisierten Club Lokomotiv auf dem Programm. Das Foto zeigt Ben Jacobson (links). © HNA/Archiv
Absolut überraschend feierten die Göttinger dort gleich den ersten Erfolg gegen die Millionen-Truppe, 88:76 hieß es am Ende und Dwayne Anderson (rechts) durfte mit Ben Jacobson jubeln. © HNA/Archiv/Jelinek
Im Rückspiel in der heimischen Lokhalle drehte die BG dann richtig auf. Hier hämmert Jason Boone einen Dunk in den Korb. © HNA/Archiv/Jelinek
92:71 triumphierte die BG (Foto: Chris McNaughton) und fügte dem Favoriten die zweite Niederlage zu. © HNA/Archiv/Jelinek
Da durfte auch Coach John Patrick mit seiner Familie ausgelassen feiern. © HNA/Archiv/Jelinek
Ihr europäisches Heimdebüt feierte die BG gegen Dünkirchen aus Frankreich. Jason Boone zeigt hier mit einem Monster-Block, wer in der Lokhalle das Sagen hat. © HNA/Archiv/Jelinek
Im Vorwärtsgang gehörte Dwayne Anderson zu den besten BGlern. © HNA/Archiv/Jelinek
Und natürlich immer wieder Jason Boone... © HNA/Archiv/Jelinek
Nach dem Spiel, das 81:51 endete, gab es eine rauschende Party, bei der auch Chris McNaughton (links) und Dwayne Anderson guter Laune waren. © HNA/Archiv/Jelinek
Beim Rückspiel in Dünkirchen machten die Göttinger dann sogar den Einzug in die Zwischenrunde perfekt. In Frankreich wurde der niedersächsische Reisetross von einer großen Blaskapelle empfangen. © HNA/Archiv/Jelinek
Keine guten Erfahrungen machte die BG mit dem unangenehmen Gegner KK Buducnost Podgorica. Chester Frazier versucht in dieser Szene, an seinem Gegenspieler vorbeizuziehen. © HNA/Archiv/Jelinek
Bereits in Podgorica war es ein Kampf auf Biegen und Brechen, an dessen Ende sich auch Ben Jacobson (links) und Michael Meeks mit der 84:92-Niederlage abfinden mussten. © HNA/Archiv/Jelinek
Im Rückspiel hatten die Veilchen dann auch wenig Glück mit den Schiedsrichtern. © HNA/Archiv/Jelinek
Michael Meeks und seine Kollegen kämpften zwar um die schier uneinnehmbare Festung Lokhalle, ... © HNA/Archiv/Jelinek
... doch auch der starke Taylor Rochestie konnte die 74:80-Pleite nicht verhindern. Der Einzug in die nächste Runde stand für die Göttinger da allerdings bereits fest. © HNA/Archiv/Jelinek
Erster Gast in der Zwischenrunde war Proteas Limassol aus Zypern. Dwayne Anderson entwischt seinem Gegenspieler mit schnellen Schritten. © HNA/Archiv/Jelinek
Chester Frazier, Abwehr-Ass der BG, setzte auch in der Offensive Akzente. © HNA/Archiv/Jelinek
Und weil auch Robert Kulawick seine Treffsicherheit von der Dreipunktelinie bewies, gab es für Proteas ein wahres Debakel. Beim 92:59 erteilten die Göttinger ihren Gästen eine kostenlose Lehrstunde. © HNA/Archiv/Jelinek
Auch auf Zypern ließen die Veilchen nicht viel anbrennen. Spannender als der 97:90-Sieg in Limassol waren daher die Ausschreitungen, die sich einige fanatische Fans der Zyprioten erlaubten. © HNA/Archiv/Jelinek
Das Veilchen holte sich "Veilchen" Taylor Rochestie jedoch bei einem Zweikampf ab. © HNA/Archiv/Jelinek
Die weiteste Reise führte die Göttinger dann erneut nach Russland. 3.500 Kilometer lagen hinter den Cracks, bevor sie bei Krasnye Krylia Samara antraten. © HNA/Archiv
Trotz aller Strapazen boten die Veilchen einen leidenschaftlichen Kampf, holten am Ende einen großen Rückstand auf. Doch da zogen Robert Kulawick (links) und seine Kollegen mit 74:82 den Kürzeren. © HNA/Archiv
Die Revanche dann im Rückspiel. Der Stachel der Niederlage aus dem Hinspiel saß auch bei Michael Meeks (rechts) tief, der sich hier gegen einen baumlangen Russen behaupten muss. © HNA/Archiv/Jelinek
Gleich mit zwei Gegenspielern nahm es Chris Oliver in dieser Szene auf. Und der Mut wurde belohnt. 89:68 fegte die BG Samara aus der Lokhalle, ... © HNA/Archiv/Jelinek
... und feierte anschließend eine große Party - mal wieder, muss man fast sagen. Taylor Rochestie sagt artig "Danke"! © HNA/Archiv/Jelinek
Auch gegen den niederländischen Vertreter Eiffeltowers Den Bosch stand die lilafarbene Wand hinter ihrer Mannschaft. © HNA/Archiv/Jelinek
Die BG dankte es ihren treuen Fans erneut. Antoine Jordan (links) und co. nahmen den Holländern beim 89:69-Sieg gleich 20 Punkte ab. © HNA/Archiv/Jelinek
Auch Chris McNaughton wusste dabei zu überzeugen. © HNA/Archiv/Jelinek
Im Getümmel behielt in dieser Szene Chris Oliver die Nerven. Trotz zwischenzeitlicher Verletzung war der US-Amerikaner nicht nur in der EuroChallenge einer der stärksten Göttinger. © HNA/Archiv/Jelinek
Jubeln durfte die BG dann auch in Holland. 97:90 gewannen die Veilchen das bedeutungslose Spiel in 's Hertogenbosch, der Einzug ins Viertelfinale stand da bereits fest. Antoine Jordan(links) nahm die Partie dennoch ernst. © HNA/Archiv/Jelinek
Gleich zweimal in nur drei Tagen trafen die Göttinger dort auf die serbische Talentschmiede von FMP Belgrad. Einmal mehr waren die Veilchen um Chris Oliver (rechts) dabei in der Außenseiterrolle. © HNA/Archiv/Jelinek
Angetrieben von einem überragenden Taylor Rochestie (rechts) legte die BG aber im Heimspiel mit einem 75:69-Erfolg den Grundstein für das Weiterkommen. © HNA/Archiv/Jelinek
Und das, obwohl mit Dwayne Anderson, Chester Frazier und Ben Jacobson gleich drei ganz wichtige Spieler verletzungsbedingt fehlten. © HNA/Archiv/Jelinek
Das warf die Veilchen dann aber auch in Belgrad nicht aus der Bahn. Wieder spielte Aufbauspieler Taylor Rochestie (links) eine überragende Partie. Ständig stand das Duell auf Messers Schneide... © HNA/Archiv/Kaletta
Doch Kapitän John Little (links) und seine Mannen behielten die Nerven. 76:71 hieß es in der nur mit 300 Zuschauern besetzten Halle in Belgrad, der Einzug ins Final Four war damit perfekt. Dieses findet Ende April in Göttingen statt Und die BG will dann ihre Erfolgsgeschichte gern weiterschreiben... © HNA/Archiv/Kaletta

Der Austragungsort wird von der FIBA Europe in der nächsten Woche unter den vier Teilnehmern vergeben.

Beim Final Four trifft Göttingen im Halbfinale auf Chorale Roanne (Frankreich). Im zweiten Halbfinale stehen sich Krylia Samara (Russland) und Scavolini Pesaro (Italien) gegenüber. (lni)

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