Göttingens Ex-Bremerhavener Evan Smotrycz: „Spaß - wenn wir siegen“

Eher untypisch: Göttingens Evan Smotrycz (am Ball gegen Oldenburgs Rasid Mahalbasic) ist bei der BG nicht fürs Dribbeln zuständig, sondern mehr fürs Dreierwerfen. Foto: zje/gsd

Göttingen. Evan Smotrycz ist ein Kerl von einem Mann. 26 Jahre jung, 106 Kilo verteilt auf 2,06 Meter Körpergröße. Damit ist er nach Dennis Kramer (2,09 m) der zweitgrößte Spieler im Team der BG Göttingen. Seit Saisonbeginn spielt der Hüne mit dem Drei-Tage-Bart für die Veilchen in der Basketball-Bundesliga. Am kommenden Sonntag um 15 Uhr steht für den Power Forward ein spezielles Spiel auf dem Programm: Mit seinen Teamgefährten ist Smotrycz bei seinem Ex-Klub zu Gast. Doch seine Rückkehr zu den Eisbären Bremerhaven hat auch noch eine zweite Seite.

Beim Klub von der Nordsee, der aktuell mit nur 2:14-Punkten auf dem drittletzten Platz steht, absolvierte Smotrycz vergangene Saison lediglich elf Spieler. Dann zog er sich beim Eisbären-Auswärtsspiel in Bonn eine Fußverletzung zu, die weitere Einsätze nicht zuließ. Saison vorbei!

Vorfahren aus der Ukraine

BG-Coach Johan Roijakkers erinnerte sich an ihn, weil Bremerhaven schon vor der Verletzung von Smotrycz, dessen Vorfahren aus der Ukraine stammen, in Göttingen gespielt hatte. Im Sommer unterschrieb der blonde Riese bei den Veilchen, rückte schon mehrfach als Dreierschütze in den Fokus. Vergangene Saison kam er in den wenigen Partien für die Eisbären auf 11,8 Punkte pro Spiel, bei der BG sind es bisher bei 16:47 Minuten Einsatzzeit pro Spiel 7,8 Zähler. Die neun Rebounds am vergangenen Samstag gegen Würzburg waren seine Allzeit-Bestmarke, bei den Punkten steht der Rekord des Neu-BGers bei 20 für Bremerhaven in Jena vor einem Jahr.

Und wie wird’s jetzt am Sonntag? „Das wird ein Spaß“, lächelt Smotrycz, schränkt aber ein: „Wenn wir gewinnen.“ Zu einigen Eisbären-Spieler wie Jordan Hulls, Ivan Elliott oder Adrian Breitlauch hat(te) er noch Kontakt. Doch wie es im Profisport eben so ist: Während der 40 Basketball-Minuten zählt nur das eigene Team, sonst nichts. Auch nicht die Gefühle für alte Bekannte.

„Bremerhaven ist viel besser, als seine Bilanz zeigt“, sagt BG-Coach Roijakkers, im „Telekom-TV“ oft als „Meister der Untertreibung“ tituliert. „Der Sieg in Berlin sagt alles“. Okay, das war allerdings bisher auch der Einzige, den das Team von Trainer Sebastian Machowski holen konnte. Gegen Bayreuth hielt sich Bremerhaven zuletzt aber achtbar bei der 99:103-Schlappe nach Verlängerung.

Topscorer bei den Eisbären ist der Amerikaner mit dem interessanten Namen Johnny Berhanemeskel (14,6 Punkte pro Spiel). Aus Braunschweig an die Nordsee gewechselt ist Center Geoffrey Groselle.

Gut für die BG: Die Eisbären sind das schlechteste BBL-Team bei den Assists (15) und das zweitschlechteste bei den Ballverlusten (fast 17 pro Spiel). Bremerhaven steht unter Druck: Auch das ist gut für die Veilchen. haz/gsd-nh)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.