Göttingens Ex-Trainer John Patrick: BG steigt nicht ab!

Duell der Kreativ-Köpfe: Göttingens Khalid El-Amin (am Ball) dribbelt an Ludwigsburgs Rocky Trice vorbei, der in Göttingen mit 27 Punkten einen neuen persönlichen BBL-Rekord aufstellte. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Gegen die Ludwigsburger „Riesen“ hat die BG Göttingen ein durchaus couragiertes Spiel gezeigt, war am Ende aber chancenlos. Die Veilchen spielten annähernd an ihrem oberen Limit, mehr ist in dieser Saison kaum drin. Um so ein Spiel für sich zu entschieden, bedarf es schon eines perfekten Auftritts.

Die Meinungen der Spieler

„Ludwigsburg ist ein sehr gutes Team, ein Eurocup-Team“, meinte BG-Neuzugang Ian Hummer. „Wir sind aber immer wieder gut zurückgekommen, haben Charakter gezeigt. Wir hätten auch gewinnen können.“

„Zum Schluss keimte noch etwas Hoffnung bei uns auf“, sagte Robert Kulawick. „Wir müssen uns diese Saison auf die unteren Teams konzentrieren – aber das kann auch ein gefährliches Spiel sein.“

Ähnlich sieht es auch Dominik Spohr: „Wir haben stellenweise gut gespielt, aber stellenweise zeigte uns Ludwigsburg auch seine Qualität. Wir müssen auch mal gegen Teams von oben gewinnen. Es kann nicht unser Anspruch sein, immer nur gegen Mannschaften von unten zu gewinnen.“

Die Erkenntnisse

Derzeit wird das Spiel der BGer nur von drei, vier Spielern getragen. Harper Kamp hat in jedem seiner 23 Spiele im Schnitt 15,2 Punkte erzielt – macht Platz sieben in der BBL-Scorerliste. Ian Hummer traf in fünf Einsätzen sogar 15,4 Mal – Rang vier. Platz 18 belegt Khalid El-Amin mit 13.8 Zählern. Das Trio und auch der weiter im Aufwärtstrend befindliche Terrell Everett sind aber auch abseits der reinen Zahlen die positiven Faktoren. Hummer brachte neue Energie ins Team, Kamp hat sich zu einem absoluten Leistungsträger entwickelt. El-Amin gibt als Kopf den Takt vor, auch wenn er derzeit seinem Wurf etwas hinterherläuft – wie auch Kapitän David Godbold. Die rechte Hand von Coach Johan Roijakkers, das „Mädchen für alles“, versucht überall zu helfen, kann dabei momentan aber nicht an die besten Zeiten anknüpfen.

Die deutschen Spieler agieren nicht konstant. Bei Spohr und Kulawick folgen guten Spielen weniger gute, Mathis Mönninghoff läuft seinen prima Auftritten in Trier hinterher. Malte Schwarz schaute gegen Ludwigsburg nur zu, ist nach seiner Oberschenkelverletzung derzeit kein Faktor. Ruben Boykin wirkt mit seiner großen Übersetzung schwerfällig, kommt über Kurzeinsätze kaum hinaus, in der Defense so kaum vertretbar.

Die Aussichten

Nach Berlin wird die BG am kommenden Samstag wohl nur fahren, um Alba zum Pokalsieg zu gratulieren. In der Mercedes- Benz-Arena werden die Veilchen nicht nach den Sternen greifen können. Die wichtigen Spiele folgen danach: Gegen den MBC (11. März) und Tübingen (19. März) geht es um alles. Will die BG den Klassenerhalt realisieren, gibt es kein Vertun: Diese Partien müssen gewonnen werden. Ludwigsburgs Ex-BG-Trainer John Patrick ist sich sicher: „Die BG steigt nicht ab!“ (haz/gsd-nh)

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