Göttingens de Mello: "Die Liga ist total umkämpft"

Selten mal freie Bahn: Dominik Bahiense de Mello (M.) zieht hier fast ungehindert zum Hagener Korb. Links Phoenix-Rekordschütze David Bell (31 Punkte). Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Der Tenor war fast überall gleich. „Wir haben eine große Chance vertan, uns besser zu positionieren“, meinte zum Beispiel Dominik Bahiense de Mello nach der 73:83-Heimniederlage der BG Göttingen gegen Phoenix Hagen.

Zwar ist nichts Großartiges in der BBL-Tabelle passiert, doch die Veilchen haben, wie es BG-„Wachhund“ de Mello ausdrückt, es versäumt, sich ein kleines Polster zu verschaffen. Mit vier weiteren Teams sind sie punktgleich, was verdeutlicht, wie spannend das letzte Saisondrittel werden wird – auch im Kampf um die Playoff-Plätze, von denen aber keiner der BG-Verantwortlichen etwas wissen will.

Am vorletzten Wochenende war es schon schwierig mit dem korrekten Tabellenplatz, als eine interne Tabelle von drei punktgleichen Teams gebildet werden musste. Aktuell ist die Situation mit fünf Klubs, die 20:22-Zähler aufweisen, noch schwieriger geworden. Ludwigsburg hat 6:2-Punkte gegen die vier Konkurrenten geholt, ist daher Siebter. Braunschweig und Artland kommen auf 4:4 Zähler, belegen die Plätze acht und neun.

Doch nun wird es wieder schwierig: Göttingen und Frankfurt kommen auf 4:6-Punkte, die Skyliners haben minus 18 Korbpunkte, die BG minus  29. Aber: Die Veilchen gewannen den direkten Vergleich, sind deshalb Zehnter. Alles noch komplizierter als vor einer Woche.

Apropos direkter Vergleich: Der ist für die BG nun gegen Hagen weg. 93:88 in Hagen, 73:83 in Göttingen – macht minus 5. Hoffentlich rächt sich das nicht noch…

Momentum nicht genutzt

„Als wir das Momentum gegen Hagen hatten, haben wir es nicht zur Führung genutzt“, blickt de Mello zurück. „Das hat Kraft gekostet. Aber die Moral war gut, wir haben nicht aufgegeben. Ein bisschen weh getan hat, dass wir nicht genug rotieren konnten.“ De Mello spielt damit darauf an, dass Harper Kamp wegen eines vorherigen grippalen Infekts nur 2:31 Minuten eingesetzt werden konnte. So habe Aggressivität und Schnelligkeit gefehlt.

Die jetzige Saisonphase sieht de Mello als „sehr wichtig“ an. „Wir haben uns etwas aufgebaut und wollen jetzt weiter eine gute Zeit haben“, sagt der Ex-Bonner auch schon im Hinblick auf die Partie am Samstag in seiner alten Heimat. De Mello weiter: „Die Liga ist total umkämpft.“

Die Bonner haben die Partie gegen die Veilchen unter das Motto „Baskets Alaaf“ gestellt. Am Karnevals-Wochenende soll sich bei den heimstarken Baskets (8:2-Siege) mit einem Erfolg gegen die BG für den Rosenmontag eingestimmt werden. Können die Veilchen (6:4-Auswärtsbilanz) da für einen verfrühten Aschermittwoch sorgen?

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