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Göttingens Neuzugang Till Pape: „Lieber ein gefestigter Klub wie BG“

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Von: Helmut Anschütz

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Im Verteidigungs-Modus: BG-Neuzugang Till Pape lässt Ulms Joshua Hawley im Bundesliga-Startspiel nicht aus den Augen.
Im Verteidigungs-Modus: BG-Neuzugang Till Pape lässt Ulms Joshua Hawley im Bundesliga-Startspiel nicht aus den Augen. ©  Imago/Eibner-Pressefoto/Roger Buerke

Er hat ein Debüt bei der BG Göttingen hingelegt, wie es besser kaum hätte sein können: Till Pape (24) hat in allen der bisherigen drei Pflichtspielen gute Leistungen gezeigt und sich damit eingereiht in die starken Auftritte mit seinen neuen Teamkollegen Harald Frey und Mark Smith.

Göttingen – „Das gefällt mir“, lächelt der gebürtige Paderborner. „Damit hatte ich nicht gerechnet. So kann es gern weitergehen.“

Das finden auch alle BG-Anhänger, auch gerade im Hinblick auf das erste Heimspiel in der Basketball-Bundesliga am kommenden Sonntag (15 Uhr, S-Arena) gegen Aufsteiger Rostock Seawolves, der am Dienstag die Löwen Braunschweig 110:95 schlug.

12 Punkte bei seinem Ex-Klub Ulm zum Bundesliga-Start, 16 Zähler in Crailsheim, 17 Punkte im Pokalmatch gegen Ulm - ein glänzender Einstand von Pape. Wie kam es überhaupt zum Wechsel nach Göttingen? „Ich wollte einen Schritt in die BBL machen, da war die BG die beste Option“, sagt der Medizinstudent (sechstes Semester), der an den Vorlesungen an der Uni in Ulm online teilnimmt und die er als intellektuellen Ausgleich sieht. Und es mussten auch nicht unbedingt Vereine wie Berlin oder München sein. „Lieber ein gefestigter Klub wie Göttingen“, sagt der Veilchen-Neuzugang.

Dass er nun auch wieder näher an seiner westfälischen Heimat ist, war ein angenehmer Nebenaspekt. In etwa 80 Minuten kann Pape in Paderborn bei seinen Eltern Michaela und Ulrich sowie Schwester Pauline (22) sein. Frühere Heimatbesuche aus dem rund 450 km entfernten Ulm waren rar gesät. Beim Pokalspiel gegen Ulm war seine Familie bis auf seine zweite Schwester Marlene (19), die auf einem College in den USA ist, erstmals dabei.

Zum Basketball gekommen ist der Neu-BGer durch seine Mutter. Los ging’s in der Paderborner U 6 „Irgendwann hat’s Spaß gemacht“, meint Pape, für den Fußball kein Thema war. Bis in die erste Herrenmannschaft durchlief er alle Paderborner Teams.

„Nach dem Abitur wusste ich dann erst nicht, was ich machen sollte“, blickt er zurück. Bis dann ein Angebot aus Ulm kam. Pape: „Das war eine schöne Chance!“ Erst in der Ulmer Nachwuchs-Organisation, später erste eigene Wohnung, Stationen in Weißenhorn, Pro B-Meister, aber der Durchbruch im Ulmer BBL-Team (für das er später doch 27 Mal in der 1. Liga spielte) wollte zunächst nicht recht klappen. Deshalb der Wechsel zu den Kirchheim Knights in die 2. Liga Pro A. „Da hatte ich eine riesige Rolle, war der Leader.“ Insgesamt war Pape rund sieben Jahre in Süddeutschland.

Die guten Auftritte dort blieben nicht verborgen. Über seinen Spieleragenten kam der Kontakt zur BG zustande. Bis jetzt dürfte der 2,06 m-Mann, der gern kocht und auf schwäbische Maultaschen und Schupfnudeln steht, den Wechsel nicht bereut haben.

Bleibt noch das kleine Geheimnis, warum er die ungewöhnliche Nummer 19 trägt: „In der NBBL gab es in Paderborn Nummern von 4 bis 20. Ich war der zweitgrößte, hab’ die 19 bekommen. Dabei bin ich geblieben.“ Bleibt sie nun auch bei der BG Papes Glücksnummer?  (Helmut Anschütz/gsd)

BBL aktuell

Rostock Seawolves - Löwen Braunschweig n.2.V. 110:95 (90:90, 86:86, 36:42) - Beste Werfer: Alston Jr. (31), Lewis (28), Pearson (13) für Rostock - Krämer (25), Turudic (17), Amaize (14), Bango (12), Tischler (10) für Braunschweig. - Zus.: 3020.

Anweisungen für Göttingens 19: Trainer Roel Moors sagt Till Pape, was zu tun ist.
Anweisungen für Göttingens 19: Trainer Roel Moors sagt Till Pape, was zu tun ist. ©  Imago/Eibner-Pressefoto/Roger Buerke

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