Göttingens Fee Zimmermann: Expertin für den Bundesliga-Aufstieg

Kleiner Irrwisch mit der 32: Göttingens Fee Zimmermann (li.) im Playoff-Halbfinale gegen Wolfenbüttels Klaudia Grudzien (23) und Raelyn Prince. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Vor zwei Jahren ist sie mit dem TV Saarlouis in die Basketball-Bundesliga der Frauen aufgestiegen. Vor einem Jahr gelang ihr der große Sprung von der 2. in die 1. Liga mit den Avides Hurricanes Rotenburg.

Schafft Fee Zimmermann jetzt den dritten Aufstieg in die Beletage mit der BG 74 Göttingen?

Die Antwort auf diese Frage gibt es ab Sonntag. Dann treten die Veilchen Ladies im ersten Aufstiegsfinale bei den GiroLive Panthers in Osnabrück an (16 Uhr). Am kommenden Samstag (25. April, 19 Uhr, FKG-Halle) folgt das Heimspiel gegen den Vorrundenersten. Sollte ein drittes Match entscheiden müssen, steigt es am 2. Mai wieder in Osnabrück.

Tolle Titelsammlung

Fee, wie war das mit den Aufstiegen? „Das ist wie gestern, etwas Neues, etwas Spannendes – einfach cool“, blickt die 1,68 Meter große BGerin auf ihre Erfolgs-Liste zurück. Die sogar noch umfangreicher ist! Denn bevor sie bei den Frauen zur „Glücks-Fee“ wurde, holte sie mit Saarlouis in der Weiblichen Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (WNBL) deutschlandweit Platz drei, ehe sie sich ein Jahr später sogar deutsche Meisterin nennen durfte. Und mit Saarlouis’ U 19 wurde sie auch noch deutscher Pokalsieger.

Fee Zimmermann ist Saarländerin, stammt aus einem Dorf bei Völklingen. Erst im Alter von 14 Jahren begann sie in Saarlouis mit dem Basketball. Nach dem Titel mit Saarlouis’ Frauen wechselte Zimmermann nach Rotenburg, spielte dort, absolvierte ein über den ASC 46 Göttingen organisiertes Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) und machte ihre Trainerlizenz. Die Prüfung legte sie in Göttingen ab, wo der Kontakt zu Dirk Altenbeck (Jugendkoordinator bei Männer-Bundesligist BG Göttingen) entstand. Altenbeck stellte schließlich den Kontakt zu Andreas Fink her, Team-Manager der Veilchen Ladies. So landete Zimmermann schließlich bei der BG 74 und dem zu Saisonbeginn neuen Trainer Ondrej Sykora.

An Saarlouis gibt es im Übrigen noch einen weiteren Anknüpfungspunkt. Sykoras Lebensgefährtin Zuzana Polonyiova, jetzt Co-Trainerin und Spielerin bei den Veilchen Ladies, spielte damals ebenfalls für das saarländische Team – mit der Nummer 11.

Die hätte Fee Zimmermann auch gern gehabt, weil ihre Mutter früher damit auflief. Ging nun aber eben leider nicht. Deshalb entschied sie sich für die „32“. „Das ist die frühere Nummer von Magic Johnson“, lächelt die BGerin. Der zählte einst zu den absoluten Top-Stars der NBA.

Inzwischen studiert Zimmermann Wirtschaftsingenieurwesen in Göttingen. Vor den Finals gegen Osnabrück ist sie „entspannt. Wir haben keinen Druck. Wir haben aber jetzt so viel gewonnen, dass wir auch noch weiter gewinnen wollen“, sagt die Dreier- und Abwehrspezialistin. Wenn es wirklich so kommt, wäre das der Bundesliga-Aufstieg für Veilchen Ladies – und für Fee Zimmermann der dritte in Folge. Die BGerin: „Am Sonntag brauchen wir in Osnabrück erstmal einen guten Tag.“

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