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Göttinger 85:94-Niederlage in Bonn: Guter Start schon relativiert

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Im Vorwärtsgang: Göttingens Mark Smith (rechts) bringt den Ball, wird von Bonns Karsten Tadda attackiert. Links Bonns Collin Malcolm und Till Pape.
Im Vorwärtsgang: Göttingens Mark Smith (rechts) bringt den Ball, wird von Bonns Karsten Tadda attackiert. Links Bonns Collin Malcolm und Till Pape. © Imago/Jörn Wolter

Der gute Saisonstart der BG Göttingen hat sich nach der zweiten Niederlage in Folge nach zuvor zwei Siegen schon wieder relativiert.

Bonn/Göttingen – Vor fast ausverkauftem Telekom Dome (5820 Zuschauer) verlor das Team von Trainer Roel Moors mit 85:94 (35:48) bei den Baskets Bonn und verpennte dabei die erste Halbzeit. Vor allem das Auftakt-Viertel ging mit 20:

31 voll daneben, ehe sich die Veilchen stabilisierten und den starken Rheinländern in der zweiten Halbzeit absolut Paroli boten.

Zwei hergeschenkte Einwürfe ins Aus, Schrittfehler und Offensivfouls kennzeichneten das schlampige erste Viertel. Nach 2:23 Minuten nahm Coach Moors die erste Auszeit und nordete sein Team frisch ein. Wenig später kam der drei Wochen verletzte Mathis Mönninghoff (Bänderriss in der Schulter) zu seinem Comeback. Für eine Besserung konnte jedoch auch er nicht sorgen. So gab die BG das erste Viertel deutlich ab. Und als sie nach der Hälfte des zweiten Durchgangs klar mit 26:39 zurücklag, platzte Moors in der zweiten Auszeit der Kragen und fauchte sein Team wegen falscher Entscheidungen nicht druckreif an. Doch bis zur Pause blieb der Hallo-Wach-Effekt weiter aus. 35:48 – das war ein deutlicher und verdienter Rückstand. Ein grausiger dazu, passend zu Halloween.

„Unser Start war grottig, wir haben viele kleine Fehler gemacht“, gab Mönninghoff bei MagentaSport zu. „Das ist gegen Bonn tödlich, da muss man anders anfangen. Wir haben uns dann aber stark zurückgekämpft.“ Womit der Rekordspieler der Veilchen Recht hatte, denn nach der Pause bot die BG den Baskets weit mehr Paroli als in der ersten verpennten Hälfte.

Erneut steigerte sich besonders Harald Frey, der mit Mark Smith für mehr Impulse sorgte. Beide verwandelten je vier Dreier - ebenso wie der diesmal gut auftrumpfende Javon Bess. Doch weil die BG Bonns Jeremy Morgan im Gegensatz zu Spielmacher T.J. Shorts, der erst zum Schluss punktete, kaum kontrollieren konnte, kam sie einfach nicht in Schlagdistanz. Näher als auf sechs Zähler (83:77) kamen die Göttinger einfach nicht heran, weil Bonn immer eine Antwort auf kleine Aufholjagden der BG hatte.

Unerheblich waren letztlich die Unsportlichen Fouls von Kamp und Hammonds sowie das Technische von Moors. Die BG scheint schon wieder im Normalmaß angekommen zu sein.  

Moors: „Wir haben Bonn spielen lassen“

„Es war ein verdienter Sieg für Bonn. Sie spielen Basketball, wie ich ihn sehr gern sehe mit viel Ballbewegung. Das Hauptproblem heute war, dass wir Bonn haben spielen lassen. Wir konnten ihren Spielfluss nicht stoppen, sind mit schlechtem Fokus ins Spiel gestartet, und dann wird es schwierig. Man sieht phasenweise, dass wir auch guten Basketball spielen können. Aber immer dann, wenn wir nahe dran gewesen sind und den letzten Schritt machen wollten, haben wir schlechte Entscheidungen getroffen. Wir müssen lernen, die richtigen Entscheidungen zu treffen, wenn wir im Spiel sind, um nicht das Momentum abzugeben.“ (haz/gsd)

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