Göttinger Nationalspielerin im Interview

„Der Spaß ist mir sehr wichtig“, sagt die Basketballerin Lea Nguyen Manh

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Zurzeit noch beim Nationalteam: Göttingens Lea Nguyen-Manh (Mitte) setzt sich hier gegen Marburgs Marie Berthold (links) und Alexandria Kiss-Ru sk durch. 

Derzeit ist Lea Nguyen Manh mit der deutschen Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft der U20 im tschechischen Klatovy. Wir sprachen mit ihr.

Am Dienstag war Ruhetag für die deutschen Basketball-Nationalspielerinnen bei der U20-EM in Tschechien. Dieswe Gelegenheit nutzte die HNA für ein Gespräch mit der 19-jährigen Lea Nguyen Manh.

Wie kam es zur Nominierung für das Nationalteam?

Der U 20-Trainer ist vor vier Jahren, als ich in der WNBL gespielt habe, schon auf mich aufmerksam geworden. Damals hat es aber noch nicht gereicht, weil einige Qualitäten gefehlt haben. Im März diesen Jahres lud er mich dann aber per Telefon zum Lehrgang in Kienbaum ein. Am 3. Juli ging’s los mit Lehrgängen und auch Test-Länderspielen. Am Ende blieben zwölf Spielerinnen übrig, da sich die eine oder andere verletzt hatte.

Wie seid ihr denn in Klatovy aufgenommen worden?

Wir wohnen im Hotel in Zweibettzimmern. Das Essen ist super, und jedes Team hat auch einen Teambetreuer, der von der FIBA (International Basketball Federation, die Red.) gestellt wurde und der uns in allen Belangen hilft. Es herrschen hier schon optimale Bedingungen. Die Hallen haben eine Superqualität, Parkettfußboden ist extra ausgelegt.

Wie hat dich das Team aufgenommen?

Ich bin sehr gut aufgenommen worden. Ich bin die Einzige, die international so etwas noch nie mitgemacht hat. Die anderen Mitspielerinnen kannten sich schon untereinander. Wir hängen natürlich die ganze Zeit zusammen ab, die Mädels sind echt super.

Ihr habt die Gruppenspiele allesamt verloren, sportlich ist es also bisher nicht so gut gelaufen...

Wir wussten von vornherein, was auf uns zukommt, wir wussten auch, dass die Gegner nicht einfach sind. Wir hatten uns die Ergebnisse auch ein wenig anders vorgestellt. Wir sind aber weiter hoch motiviert. Es werden ja alle Plätze ausgespielt (16 Teams sind am Start, die Red.).

Wie zufrieden bist du mit deiner eigenen Leistung?

Das Spiel gegen Frankreich war völlig in Ordnung. Ich bin eher für meine Defensivleistung hier. Das hat mir der Trainer auch so direkt gesagt. Ich bin überhaupt erstmal froh, dabei zu sein., da ich damit nicht unbedingt gerechnet habe. Auf dem Feld versuche ich, alles zu geben. Ich bin jetzt sicherlich nicht eine der Leistungsträgerinnen. Gegen die Niederlande war ich nicht wirklich zufrieden. Da habe ich nicht das gezeigt, was ich kann. Gegen Italien hatte ich nicht sehr viel Einsatzzeit, war aber zufrieden.

Du hast jetzt vom Bundesligisten BG 74 Göttingen zum Regionalligisten ASC Göttingen gewechselt. Was waren Deine Beweggründe, zwei Ligen tiefer zu gehen?

Das hat jetzt nichts mit meiner Berufung in das Nationalteam zu tun. Ich fange jetzt auch an, in Göttingen zu studieren. Für mich ist schon immer klar gewesen, dass ich kein Profi werde. Mir ist halt der Spaß sehr wichtig, der mir in den letzten zwei Jahren so ein wenig genommen wurde. Da war auch schon mal eine Überlegung dabei, ganz aufzuhören. Doch bei den Vertragsverhandlungen mit der BG 74 wurden mir gewisse Zusagen nicht gemacht, die ich aber brauche. Ich habe letztes Jahr schon ein Jugendteam trainiert. Das werde ich auch weiter fortsetzen. Zudem wollte ich in ein Team, in dem ich das Gefühl habe, eine Rolle zu spielen.

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