Basketball-Bundesliga: Zweiter Auswärtserfolg beim 71:64 in Halle

Göttinger BG 74-Frauen machen den Sieg noch spannend

Mit 16 Punkten zweitbeste Scorerin: Göttingens kroatische Nationalspielerin Ruzica Dzankic erwischte in Halle einen guten Tag.
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Mit 16 Punkten zweitbeste Scorerin: Göttingens kroatische Nationalspielerin Ruzica Dzankic erwischte in Halle einen guten Tag.

Völlig unnötig spannend gemacht, aber schließlich doch gewonnen – das war das letztlich erfreuliche Fazit für die Bundesliga-Basketballerinnen der BG 74 Göttingen beim 71:64 (42:27)-Erfolg bei den GISA Lions SV Halle.

Halle/Göttingen – Nach einem starken zweiten Viertel, das sie mit 29:15 für sich entschieden, ereilte die flippo Baskets im dritten Abschnitt eine Schwächephase. Im Schlussviertel behielt das Team von Trainer Goran Lojo aber den Kopf oben und buchte den zweiten Auswärtssieg beim Tabellenletzten.

„Ich hasse solche Spiele, wenn es nochmal so eng wird“, gestand Baskets-Geschäftsführer Richard Crowder. „Trotz der Schwächephase war es insgesamt aber ein souveräner Sieg“, fasste er zusammen. Nerven gekostet hat er dennoch! Crowder: „Wir haben es unnötig spannend gemacht, die Konzentration hat nachgelassen. Die Spannung über das ganze Spiel hochzuhalten, ist eben schwierig.“

Die Startphase gehörte erstmal dem Schlusslicht, das zuvor dreimal verloren hatte. Die Göttingerinnen hatten schwache Abschlüsse, beginnen Schrittfehler und kamen nur schwer in den Spielfluss. Ruzica Dzankic gelang mit dem ersten Dreier der Gäste die erste Führung zum 8:6. In dem „low scoring game“ (Spiel mit wenig Punkten) hieß nach den ersten zehn Minuten 13:12 für die BG 74.

Ballverluste in der Offensive sorgten dafür, dass Halle beim 14:13 wieder in Führung ging durch die Tschechin Kasparkova. Doch irgendwie legten die Baskets kurz danach den Schalter um und waren nicht mehr zu stoppen. Vom 15:15 legten Kapitänen Jenny Crowder & Co. einen 14:0-Lauf hin. Monica Bosilj und Dzankic trafen weitere Dreier, Crowder verwandelte vier Freiwürfe in Serie, während die Hallenserinnen in der Offensive völlig leer ausgingen. „Das zweite Viertel war prägend und unser erfolgreicher Lauf der Grundstein zum Sieg“, meinte Richard Crowder. Halles schlechte Trefferquote ermöglichte es der BG 74, den sicheren Vorsprung bis zur Pause zu wahren. Mit 15 Zählern zur Halbzeit vorne – da sollte doch eigentlich nichts mehr passieren...

Doch wie es so oft so ist: Im dritten Abschnitt klappte immer weniger bei den Göttingerinnen. Der Rhythmus war weg, Halle konnte verkürzen, obwohl die BG 74 die Gastgeberinnen zweimal in die „shotclock violation“ (Ablauf der 24-Sekunden-Angriffszeit) laufen ließ. Auch beim 53:44 nach 30 Minuten sprach noch alles für einen ungefährdeten Sieg der Baskets.

Doch nach 35 Minuten war Halle bis zum 58:61 herangekommen – die Partie drohte zu kippen! Doch nun übernahm Jenny Crowder Verantwortung und tütete den Sieg mit sieben Punkten ein. Dazu trug auch Riley Lupfers einziger Dreier zum 69:60 bei – es war letztlich der Matchwinner.

.Bemerkenswert: An diesem fünften Spieltag konnten erstmals seit Wochen wieder alle sechs Erstliga-Spiele ausgetragen werden.

Viertel: 12:13, 15:29 - 17:11, 20:18.

BG 74: Blazevic 6, Wagner (n.e.), Roscoe 20/davon 1 Dreier, A. Oevermann, Crowder 11, Azinovic 2, Karambatsa 4, Lupfer 3/1, Dzankic 16/3, Bosilj 9/1.

Halle: Kasparkova 16, Schinkel 12/2. (Von Helmut Anschütz)

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