39. Basketball-Nachwuchsturnier

Göttinger Mini-Turnier stößt an seine Grenzen

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Nach dem 40. Miniturnier ist Schluss: Manfred Ude (links) will den Organisationsstab nach dem Jubiläumsturnier in jüngere Hände legen.  

Göttingen. Die Basketball-Insider würden die Hansestadt Rostock nun wahrlich nicht unbedingt mit der Sportart Basketball in Verbindung bringen. Doch für ihn war es keine Überraschung, dass sein Team im Finale der „Königsklasse“, der Leistungsklasse I der U 12, beim 39. Basketball-Miniturniers gestanden hat.

Malte Haedecke, Trainer des Ersten Basketballclubs (EBC) Rostock, war selbstbewusst auch davon ausgegangen, dieses Finale gegen die SG/BG Bonn gewinnen zu können. So kam es, am Ende setzten sich die Rostocker Jungs in einem dramatischen Endspiel mit 50:46 gegen die Rheinländer durch.

Da staunte auch Enosch Wolf, Sohn des ehemaligen Ex-Nationalspielers Horst Wolf und nun vom Zweitligisten Pro A Hamburg Towers zum Bundesliga-Absteiger Tigers Tübingen gewechselt, nicht schlecht. „Teilweise spielen diese Jungs schon einen fantastischen Basketball, treffsicher und schon mit einer Portion Spielwitz“, so Wolf.

In diesem Finale hatte man eher einen der Berliner Favoriten gesehen, doch sowohl Alba Berlin als auch der DTV Charlottenburg konnten nicht überzeugen. „In Rostock entwickelt sich gerade etwas. Die EBC-Männer sind in die 2. Liga Pro A aufgestiegen, haben im Durchschnitt 3000 Zuschauer. Seit fünf Jahren arbeiten wir mit fünf hauptamtlichen Jugendtrainern in unserem Verein“, erzählt Rostocks Coach Haedecke von den Anstrengungen, Basketball in der Ostseestadt zu etablieren und hoffähig zu machen. Über die erstmalige Einladung an den EBC zu Europas größtem Basketball-Turnier für Jungen und Mädchen im Alter zwischen neun und zwölf Jahren haben er und der Verein sich riesig gefreut. Er sei als Bremer Trainer allerdings schon mehrfach in Göttingen gewesen. „Wenn ich vorn am Grill stehe und die Familie Both mich bedient, dann weiß ich, wo ich bin, da fühle ich mich fast zuhause. Es ist einfach sehr angenehm hier“, sagt Haedecke.

Wessel Lücke, der 35 Jahre lang die Geschicke dieses einmaligen Turniers geleitet hat und in diesem Jahr seinen 80sten(!) Geburtstag feierte, hat sich noch immer nicht zur Ruhe gesetzt. Er trainiert die U 9 der BG 74 Göttingen und wurde mit seinem Team immerhin Vierter in der Leistungsklasse II unter zwölf Mannschaften. „Noch immer die Kleinen zu trainieren, hält mich jung vor allem geistig, körperlich merkt man mir allerdings meine 80 Jahre schon an“, schmunzelt Lücke. Und noch immer organisiert er im Niedersächsischen Basketballverband die Landesmeisterschaften der U 9 bis U 12.

1700 Bratwürste gegessen

Viel Betrieb gab es in der IGS-Sporthalle I in Geismar, wo vor dem Eingang Michael Armbrecht Brat- und Currywürste verkaufte, 45 Kilogramm Pommes über den Tresen gingen. Armbrechts selbstgemachte Currysoße ist dabei inzwischen legendär. Da sah man die kleinen Basketballer gar die Pappteller bis auf den letzten Rest Currysoße ablecken. Insgesamt wurden 320 kg Pommes, 1700 Bratwürste und 400 Krakauer verschlungen.

„Das Turnier mit 166 Teams aus 66 Vereinen und auch ich sind an Grenzen gestoßen“, sagt Organisationschef Manfred Ude.  Er wird noch das Jubiläumsturnier im kommenden Jahr am 15. und 16. Juni organisieren. „Doch da will ich jemanden schon einarbeiten, der dann 2020 das 41. Miniturnier organisiert. Ich werde dann in dem Jahr immerhin 70 Jahre alt.“ sagt Ude. (wg/gsd)

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