BGer Spohr freut sich auf sein Ex-Team Hagen

Erstmals in einem Bundesliga-Heimspiel mit der BG gegen seinen Ex-Klub: Göttingens Dominik Spohr (hier am Ball gegen Frankfurts Johannes Voigtmann) trifft am Samstag auf Hagen. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Können die Veilchen den Schwung vom souveränen Sieg gegen Frankfurt mit in das nächste Heimspiel gegen Hagen nehmen?

Das ist die Frage vor der Partie gegen die Westfalen am Samstag um 18.30 Uhr in der S-Arena. Nach dem vierten Erfolg vor eigenem Publikum hat die BG Göttingen jedenfalls noch mehr Selbstbewusstsein getankt, um mit einem weiteren Sieg ein positives Punktekonto zu realisieren. Und um im Kampf um die Playoffs weiter mit dabei zu bleiben.

Doch Vorsicht! Genau wie die Göttinger hat Phoenix Hagen eine bessere Auswärts- als Heimbilanz. Wie die Veilchen hat das Team von Trainer Ingo Freyer sechsmal auswärts gewonnen und viermal verloren. Dem stehen nur zwei Heimsiege in der Enervie-Arena gegenüber, wo die Südniedersachsen das erste Spiel mit 93:88 gewannen – eine von schon acht Hagener Heimpleiten.

Eine nicht ganz alltägliche Partie steht BG-Dreierspezialist Dominik Spohr bevor. Der Ex-Hagener trifft mit der BG erstmals in der S-Arena auf seinen früheren Klub. „Das ist eines der größten Spiele der Saison für mich“, sagt Spohr, der jetzt in der zweiten Saison für die Veilchen spielt. Zuvor ging er eine Spielzeit für die damaligen LTi Gießen 46ers auf Korbjagd, ehe er mithalf, die Göttinger Rückkehr in die 1. Liga perfekt zu machen.

Verletzte oder angeschlagene Spieler, berichtet Spohr, gebe es weiterhin nicht, deshalb sei die Stimmung natürlich auch gut. Aber man dürfe es jetzt nicht zu ruhig angehen lassen, „daher geht’s auch ganz schön zur Sache im Training. Und vielleicht können wir ja auch einen Lauf starten“, sagt Spohr nach zuletzt drei Siegen aus den vergangenen vier Spielen. Nach wie vor interessiert er sich auch für Hagens Erstliga-Spiele. Bei Hagens Rekord-Pleite in München (79:124) hat Spohr aber lieber den Fernseher ausgemacht. „Aber nach dieser Niederlage werden sie wohl erst recht heiß auf uns sein“, vermutet er.

Die Hagener müssen aller Voraussicht nach ohne Keith Ramsey auskommen, der sich eine Sprunggelenksverletzung zugezogen hat. Obendrein ist der Center diese Woche auch noch erkrankt. Ramsey ist mit Urule Igbavboa, den Ex-BG-Coach John Patrick einst nach Göttingen holen wollte, Hagens längster Akteur – beide messen 2,05 m.

Ein deutscher Phoenix-Spieler rückte unlängst beim Spiel in Bayreuth in den Blickpunkt: Mit der Schlusssirene traf Niklas Geske aus der eigenen Spielhälfte mit einem Wahnsinns-Dreier zum Sieg der Westfalen.

Mit knapp 84 Punkten pro Spiel sind die Hagener Bundesliga-Fünfter in dieser Kategorie, die BG kommt da auf 80,35 Zähler im Schnitt. Fast zehn Prozent besser sind die Göttinger bei den Freiwürfen, fast gleichauf sind beide Teams bei den Rebounds.

Bester individueller Phoenix-Werfer ist David Bell (16.5 Punkte pro Spiel), zweistellig haben bislang auch der Ex-Nürnberger Fred Nixon, Todd Brown, Ramsey, Larry Gordon und Dino Gregory getroffen, der gegen die BG im Hinspiel zurückkehrte. (haz/gsd-nh)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.