Gute Ausgangslage für die BG: Sieg in Bremerhaven wäre doppelt wertvoll

Topscorer gegen Bremerhaven im Hinspiel: Alex Ruoff (rechts) beim Wurf gegen Jusuf El Domiaty (links) und Bremerhavens Oldie Sven Schultze. Dem BGer gelangen sieben Dreier. Foto: nh

Göttingen. Alex Ruoff ist bei den Veilchen derzeit einfach gut drauf. 27 Punkte zuletzt beim souveränen Sieg in Trier, dazu Rebounds gefischt und noch Vorlagen gegeben. Der US-Boy mit Wohnsitz in Florida ist momentan einer der Erfolgsgaranten der BG Göttingen. Seine Vielseitigkeit macht den Allrounder so wertvoll für die Mannschaft von Trainer Johan Roijakkers.

„Alex ist noch zehnmal besser als in der 2. Liga“, meinte der niederländische Coach unlängst über Ruoff. Wie gut Ruoff sein kann, haben auch die Eisbären Bremerhaven bereits erfahren, wo die Veilchen am Ostermontag (15 Uhr) zum Rückspiel antreten müssen.

Das Göttinger Heimspiel gegen die Eisbären wurde zur Ruoff-Show. 35 Punkte schenkte er den Bremerhavenern im vergangenen Oktober ein. Eine stolze Zahl, mit der der US-Amerikaner bei der BG aber trotzdem in der Punkterangliste „nur“ Nummer zwei ist. Übertroffen wurde er noch von Raymar Morgan, dem gegen Bamberg 37 Zähler gelangen. Mehrfach wurde Ruoff mit der Textzeile „Hey, hey, hier kommt Alex“ („Tote Hosen“) gehuldigt. Hatte er sich verdient!

Alle spielten für die Veilchen

Kann er nun am Ostermontag genauso stark wie in Trier aufspielen? Für die Veilchen wäre das schon wichtig. Denn der achte Auswärtserfolg würde den Göttingern ungeahnte Möglichkeiten eröffnen. Am Gründonnerstag haben die direkten Playoff-Konkurrenten für die Veilchen gespielt. Braunschweig kassierte an Trainer Raoul Korners 41. Geburtstag in letzter Sekunde eine bittere 72:75-Niederlage. Und Ex-BG-Coach John Patricks Ludwigsburger mussten eine nicht eingeplante Pleite bei Göttingens Mitaufsteiger Crailsheim hinnehmen. So könnte das Team von Trainer Roijakkers mit einem Sieg einen weiteren Schritt in Richtung Playoffs machen. Die Ausgangslage ist also vielversprechend. Nach dem souverän realisierten Klassenerhalt ist jetzt weiter absolute Konzentration angesagt, um ein nie für möglich gehaltenes Ziel vielleicht doch noch zu realisieren. Man glaubt es kaum...

Drei neue Spieler geholt

Die Bremerhavener starteten stark in die Saison, kassierten bei der BG aber eine Niederlage, nach der eine Serie von fünf Niederlagen begann. Im Februar wurde Calvin Oldham „gegangen“, Muli Katzurin (früher Frankfurt) übernahm bei einer neun Spiele währenden Erfolglos-Serie. Mit dem deutlichen Sieg am Gründonnerstag gegen Bayreuth und nun 18 Punkten haben die Eisbären einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht.

Nach Katzurins Verpflichtung holte Bremerhaven, das sieben seiner neun Siege zuhause buchte, noch drei neue Spieler: Jerry Smith ist ein alter Weggefährte des Coaches, zudem kamen noch Sergio Kerusch und kurz vor Ende der Transferperiode Deandre Liggins. „Mit diesen Transfers hat Bremerhaven viel Qualität in seinem Roster hinzugefügt und hat nun eine große Tiefe auf der Bank“, meint BG-Trainer Roijakkers über den nächsten Konkurrenten, bei dem Myles Hesson den BGern noch aus Zweitliga-Zeiten in Gießen bekannt ist.

Offen ist bei der BG ein Comeback von Jamal Boykin (Probleme mit dem Syndesmoseband). Alle anderen Veilchen sind soweit einsatzbereit. (haz/gsd)

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