Ordentliche Premiere

Guter Start der BG trotz 85:93 gegen Oldenburg

Durch die Mitte: Göttingens Dominic Lockhart (Mitte) versucht, sich gegen seine ehemaligen Oldenburger Mitspieler Brad Loesing (rechts) und Rasid Mahalbasic durchzusetzen. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Ist etwas passiert? Eigentlich nicht wirklich. Die BG Göttingen hat das erste Spiel in der 52. Basketball-Bundesligasaison gegen den Niedersachsen-Rivalen EWE Baskets Oldenburg mit 85:93 (42:48) verloren.

War etwas anderes gegen den Meisterschafts-Mitfavoriten, zu dem er sich selbst auserkoren hat, erwartet worden? Wohl eher nicht. Also kann von einer Enttäuschung auch keine Rede sein. Vielmehr haben die Veilchen eine ordentliche Premiere vor allerdings „nur“ 2703 Zuschauern hingelegt.

Das Positive überwiegt

Diese erste Niederlage lässt wirklich hoffen. Zwar vielleicht noch nicht in den „Hammer-Spielen“ in Frankfurt (Dienstag), gegen München (nächsten Samstag), in Ulm (nächsten Sonntag) und gegen Berlin. Diese Gegner sind – wie Oldenburg – nicht die Messlatte für die BG, sportlich wie wirtschaftlich. Sie dienen mehr dazu, sich danach für die Kontrahenten auf Augenhöhe einzuspielen.

„Das Positive überwiegt bei uns“, meinte denn auch BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen nach der Heimpremiere. „Das Spiel ist in Wellen verlaufen“, kommentierte Oldenburgs Coach Mladen Drijencic. Wohl wahr. Beide Teams hatten gute und schlechte Phasen. Ihre beste hatten die Veilchen Ende des dritten Viertels, als sie nach einem schier aussichtslosen 48:65-Rückstand auf 67:69 verkürzten. Da zeigten vor allem der neue Spielmacher Michael Stockton (20 Punkte), der der BG unheimlich Power verlieh, und Team-Senior Brion Rush (32 Jahre, 22 Zähler) ihre Klasse. Sie avancierten auch zu den Topscorern der Göttinger.

„Sie haben viele gute Sachen gemacht. Rush hat seine Erfahrung gezeigt, den Schalter umgelegt“, lobte BG-Trainer Johan Roijakkers. „Das müssen andere Spieler noch lernen, sie wissen noch nicht, wie Göttingen-Basketball geht. Wir hatten auch tote Momente.“ Die waren sicher auch darin begründet, dass mit Darius Carter und Dennis Kramer zwei Center fehlten. Roijakkers: „Wir haben nicht aus Spaß zwei ,Fünfer´ auf der Bank gelassen.“ Bei Kramer sei das Fehlen Kopfsache gewesen, Carter sei noch nicht „ready“ (fertig) gewesen.

Oldenburg am Ende zu clever

Fertig gemacht wurden die Veilchen vor allem von Oldenburgs Spielmacher-Neuzugang Bryon Allen. Der Baskets-Mann mit der Nummer „0“ auf dem Rücken war eine absolute Eins, nicht nur wegen seiner 30 Punkte (5 Dreier)! Auch Oldenburgs Österreich-Center Rasid Mihalbasic war nicht wirklich auszuschalten, ebenso wenig wie der zweite Baskets-Pointguard Mickey McConnell. Noch weitaus mehr zuzutrauen ist bei der BG Paul Watson. Leon Williams knüpfte an seine gute vergangene Saison an, „Shooter“ Evan Smotrycz versenkte den ersten Dreier, versuchte danach aber zu viele (zwei Treffer von sechs Versuchen). Der nachverpflichtete Jordan Loveridge zeigte sich als Energiebündel – soll man ihn Mitte November (nach Zwei-Monats-Vertrag) wirklich wieder ziehen lassen? Stephan Haukohl punktete noch nicht, Joanic Grüttner belegte, warum er kein Bankdrücker mehr ist, sondern Stammspieler. „Schade, es war ein guter Zeitpunkt, Oldenburg zu schlagen“, meinte Grüttner hinterher selbstbewusst. Am Ende setzte sich Oldenburgs Cleverness durch. Schlusswort Roijakkers: „Wir müssen unser Spiel noch finden.“ Am Dienstag (15 Uhr) in Frankfurt schon ein bisschen mehr? (gsd)

BG Göttingen verliert gegen Oldenburg

BG Göttingen verliert gegen Oldenburg
BG Göttingen verliert gegen Oldenburg © Jelinek
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