Hagen-Aus: Auch die BG bekommt Geld

Bonn. Nach dem Rückzug von Phoenix Hagen aus dem Spielbetrieb der laufenden Saison hat die Basketball Bundesliga bei ihrer AG-Sitzung in Bonn am Wochenende eine Ausgleichszahlung für die übrigen 17 Klubs beschlossen. So wird auch die BG Göttingen zumindest teilweise finanziell entschädigt für das bereits abgesetzte Heimspiel gegen die Westfalen, das für den 9. April terminiert war, und für die Reise nach Hagen am ersten Spieltag der laufenden Saison.

„Wir haben eine Kompensationszahlung vereinbart, die die Klubs berücksichtigt, die einen Heimspielausfall haben oder die schon ein Auswärtsspiel in Hagen spielen mussten und dementsprechend Mehrkosten hatten“, sagte BBL-Geschäftsführer Stefan Holz. „Wir kriegen noch mit am meisten“, so BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen.

Entgangene Einnahmen

Es sei ein „fünfstelliger Topf“ geschaffen worden, so Holz weiter. Jene Vereine, die durch das Aus von Hagen ein Heimspiel weniger haben, erhalten einen höheren vierstelligen Betrag. Klubs, die bereits Kosten für eine Auswärtspartie in Hagen hatten, erhalten eine kleinere vierstellige Summe. „Das deckt nicht den Ausfall ab, ist aber ein Solidargedanke“, sagte der BBL-Boss. Eine Heimspiel-Einnahme der BG beläuft sich auf (geschätzte) 50 000 Euro.

Zugleich überlegen die Verantwortlichen, das Lizenzierungsverfahren weiter zu verbessern. „Vielleicht müssen wir bei kritischen Klubs, bei denen wir wissen, dass es eng ist, auch neutral durch einen Wirtschaftsprüfer prüfen lassen“, sagte Holz. Bislang bewertet der Gutachter-Ausschuss die vorgelegten Zahlen, die Entscheidung trifft dann der Lizenzliga-Ausschuss.

Hagen hatte Ende November den Spielbetrieb wegen finanzieller Probleme einstellen müssen. Das Verhalten des Klubs so kurz nach Beginn der Saison hatte bei den übrigen Vereinen für großen Unmut gesorgt. Dennoch ist eine Verkleinerung der Liga derzeit kein Thema. „Momentan ist es so, dass es eine ganz klare Mehrheit für eine Liga mit 18 Klubs gibt“, sagte Holz. (dpa/haz-gsd)

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