Hagen am Freitag in der S-Arena: Erster Heimsieg für die BG?

„Kulle“ beim Tiefflug in der Lokhalle: Gegen Hagen ist von Robert Kulawick (M., gegen Bambergs Darius Miller/links und Daniel Theis/10) und seinen Teamgefährten eher ein absoluter Höhenflug nötig, um die ersten Heimpunkte zu verbuchen. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Dreimal trat die BG Göttingen in ihrer zweiten Saison nach dem Wiederaufstieg in die Basketball-Bundesliga an – es hagelte drei Niederlagen gegen Berlin, Bamberg und Frankfurt.

Am Freitag kehren die Veilchen zum ersten von drei Spielen in die S-Arena zurück, wo ab 20 Uhr Phoenix Hagen zu Gast ist. Gibt es dort nun den ersten Heimsieg, der nach bislang 2:10-Punkten so wichtig wäre?

Nach den „Kracher-Teams“ ist Hagen eine Mannschaft, die zumindest annähernd auf Augenhöhe mit den Veilchen agiert. BG-Coach Johan Roijakkers warnt aber: „Hagen wird genauso schwer wie München, man kann nicht viel erwarten. Hagen muss einen sehr schlechten Tag haben, bei uns müssen sich alle selbst übertreffen, um zu gewinnen.“

In der Vorbereitungsphase holte sich die BG beim Krombacher Cup in Hagen gegen den Gastgeber eine 82:99-Rutsche ab. David Godbold (der am Dienstag 30 wurde), Mathis Mönninghoff und Shane Edwards fehlten dabei wegen Verletzungen, dafür hatte der zurzeit immer noch nicht einsatzfähige Marque Perry mit 16 Punkten einen guten Auftritt in einer Partie, in der die Veilchen bis zur Pause mithielten.

Beide siegten beim Gegner

In der vergangenen Saison ähnelten sich beide Mannschaften hinsichtlich ihrer Auswärtsstärke. Sowohl die Hagener als auch die BG verzeichneten je neun Auswärtssiege und acht Auswärtsschlappen. Während die BG in der Enervie-Arena 93:88 gewann, setzten sich die Westfalen in der S-Arena 83:73 durch.

Die beiden bisherigen Phoenix-Siege resultieren aus Erfolgen beim MBC (79:72) und gegen Gießen (86:83). Gegen München, in Ulm, in Würzburg und gegen Frankfurt setzte es Niederlagen.

Auch Hagen ist wie die Veilchen alles andere als auf Rosen gebettet. Der Namenssponsor der Halle zieht sich zurück, so dass ein sechsstelliger Betrag im Phoenix-Etat fehlt. So ist Trainer Ingo Freyer immer wieder gehalten, kostengünstig Spieler einzukaufen.

Bestimmt wird das Hagener Spiel (Ligarekorde mit 67 Korbwürfen und 41 Rebounds pro Spiel) vom quirligen Spielmacher David Bell (13,2 Punkte/Schnitt, 4,8 Assists). „Er kann jedes Team in dieser Liga im Alleingang schlagen“, sagt Roijakkers. Auch Brandon Jefferson (13) und Ivan Elliott (11,2) trafen bisher zweistellig in jedem Spiel, die wie Owen Klassen (bester Rebounder) und Adam Hess neu bei Phoenix sind. D.J. Covington fehlt wegen einer Knöchelverletzung. Bei den Deutschen ragen Niklas Geske und Jonas Grof heraus.

1700 Dauerkarten verkauft

Erstmals werden die BG-Fans Terrell Everett live erleben. Der Point Guard feiert seine Heimpremiere. Bei Perry scheint dies wohl eher ausgeschlossen. „Er hat einen Rückschlag erlitten“, so Roijakkers.

An Unterstützung wird es gegen Hagen erneut nicht mangeln. Die BG hat bisher rund 1700 Dauerkarten abgesetzt – eine starke Anzahl! Damit ist die S-Arena schon mal zur Hälfte gefüllt. 

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