Basketball-Bundesliga: In der Vergangenheit reichten neun Siege zum Klassenerhalt

BG: Ist das die halbe Miete?

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„Er kam spät rein und hat unserem Spiel seinen Stempel aufgedrückt“: BG-Trainer Johan Roijakkers über Robert Kulawick (am Ball), der beim Sieg in Tübingen eine starke Leistung zeigte.

Göttingen. Ein Drittel der Saison ist in der Basketball-Bundesliga schon vorbei – und die BG Göttingen steht mit fünf Siegen und sechs Niederlagen überraschend auf dem zehnten Tabellenplatz.

Viele können das kaum glauben, hatten mit viel mehr Problemen gerechnet. Fünf Siege (vier davon auswärts) – ist das jetzt schon die halbe Miete im Kampf um das Saisonziel Klassenerhalt?

In den vergangenen Jahren haben mitunter zehn Siege zum Klassenerhalt gereicht – zum Beispiel Tübingen in der vergangenen Serie und Ludwigsburg vor zwei Jahren. Zwölf Erfolge waren oft ein sanftes Ruhekissen, außer vorletzte Saison für Ludwigsburg, das damals abstieg. Doch selbst neun Erfolge reichten schon aus, um drin zu bleiben (Gießen und Bayreuth 2011/12).Die Veilchen sind auf einem guten Weg. Zum Vergleich: Vechta schaffte letzte Saison nur sechs Siege.

Die Gefahr, sich auf den bisher erworbenen Lorbeeren auszuruhen, besteht nicht. Dazu sind Trainer Johan Roijakkers und die Spieler viel zu ehrgeizig. „Wir sind aber weit über der Sache“, meinte selbst der nüchterne Niederländer nach dem vierten Auswärtserfolg in Tübingen. Will heißen: Wir haben mehr Punkte als erhofft. Wie BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen führt er die „eigene Liga“ an, in der die BG spielte: Die unteren acht Teams der 1. Liga und die besten acht Mannschaften der 2. Liga Pro A. Und da steht die BG derzeit gut da.

Bis Ende Dezember warten aber hohe Hürden auf den Tabellenzehnten. Das kommende Wochenende ist spielfrei, weil das Heimspiel gegen Bamberg wurde auf den 22. Dezember verlegt wurde. Danach geht es für den Aufsteiger nach Hagen (14.12.), gegen Ulm (20.12.), gegen Bamberg (22.12.), in Frankfurt (27.12.) und gegen Oldenburg (30.12.). Drei Hochkaräter zuhause, zwei Teams auf Augenhöhe auswärts. Kann die BG da wieder keck den Auswärts-Schreck spielen?

Reha-Training für El-Amin

Die Pause am Wochenende spielt den Veilchen auch bei „Master-Mind“ Khalid El-Amin perfekt in die Karten. Der auch in Tübingen wieder auftrumpfende Routinier (35 Jahre) hat nun zwei Wochen Zeit, seine Bauchmuskelprobleme auszukurieren. El-Amin kann immer mehr zur „Erstliga-Versicherung“ für die Göttinger werden.

„Unser Team funktioniert“, meinte der von Roijakkers explizit gelobte Robert Kulawick nach dem Tübingen-Match. „Er kam spät rein, hat unserem Spiel seinen Stempel aufgedrückt.“ Kulawick: „Mit fünf Siegen hatte keiner gerechnet. Aber wir entwickeln uns wohl zu einer Auswärts-Mannschaft. Irgendwie scheinen wir es unseren Fans zuhause nicht zu gönnen.“

Drei Spiele in der Lokhalle

Vielleicht ändert sich dies ja in der Lokhalle: Im ehemaligen Heimspielort – der Stätte der größten Veilchen-Triumphe – werden die kommenden drei Heimspiele ausgetragen. (haz/gsd)

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