Halbfinal-Aus für BG-Ladies: Im letzten Viertel eingebrochen

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Niedergeschlagenheit: Nach der entscheidenden Niederlage in Hannover rollen die Tränen bei den BG-Spielerinnen wie hier bei Fee Zimmermann.

Hannover. Schade! Nach großem Kampf verloren die BG 74 Veilchen Ladies das alles entscheidende dritte Spiel der Playoff-Halbfinal-Serie um den Aufstieg in die Basketball-Bundesliga beim TK Hannover mit 54:72 (31:33).

Diese Partie hatte das Team von Trainer Hermann Paar ebenfalls nach großem Kampf durch einen 77:76-Sieg im zweiten Spiel erzwungen. Somit spielen jetzt der TK Hannover und das Wolfpack aus Wolfenbüttel den Aufsteiger in die 1. Liga aus. „Ich bin sehr stolz auf mein Team, dass nahe dran war, diese Übermannschaft rauszukicken. Das hätte im Laufe der Saison sicherlich niemand erwarten können“, meinte BG 74-Trainer Hermann Paar. Entscheidend sei aber gewesen, dass „Hannover über mehr individuelle Klasse verfügt“.

Paar sah in Hannover eine reelle Siegchance, mit Raven Anderson und durch das Comeback von Vera König nach ihrer verletzungsbedingten Pause die Rebounds besser zu kontrollieren als im ersten Spiel. Doch diese Taktik war nach nur 29 Sekunden nur noch Makulatur. Anderson knickte mit dem Fuß um, nachdem sie bei einem Sprung auf einen anderen Fuß landete und musste verletzungsbedingt raus. „Wir haben in der Anfangsphase etwas überhastet agiert“, berichtete Paar. So gingen die Gastgeberinnen mit 7:1 in Führung. Erst nach sieben Minuten schafften die Gäste durch Birte Bencker den ersten Feldkorb zum 8:11. Das erste Viertel ging dann mit 17:10 an den Turnklubb.

18:0-Lauf von Hannover

Doch die Veilchen Ladies fighteten sich ins Spiel, und endlich traf Katarina Flasarova auch den ersten Dreier zum 15:17, und Jana Lücken brachte per Dreier in der 15. Minute die Göttingerinnen, die das zweite Viertel mit 21:16 für sich entschieden, mit 23:21 in Führung. Stark die defensive der BG 74 gegen Stefanie Grigoleit, die am Ende auf für sie recht schwache neun Punkte kam.

„Wir haben Dorothea Richter nicht in den Griff bekommen“, meinte der BG-Coach. In der Tat: Richter war es, die nach der 23:29-Führung mit zwei Dreiern den 29:29-Ausgleich für die Gastgeberinnen herstellte und auch ebenfalls per Dreier das 47:42 zum Ende des dritten Viertel markierte. Richter versenkte von insgesamt sieben Dreipunktewürfen sechs, eine überragende Wurfquote.

Anfang der letzten zehn Minuten lief dann nichts mehr zusammen bei den Gästen. Hannover legte viertelübergreifend einen 18:0-Lauf von 44:42 auf 62:42 hin. Das war die Entscheidung. Die Kräfte ließen bei den Göttingerinnen mehr und mehr nach, so dass der Favorit leichtes Spiel hatte, diese Begegnung noch recht deutlich zu gewinnen. Tränen am Ende auf der Bank der Veilchen Ladies, die aufopferungsvoll gekämpft hatten, dem übermächtigen Gegner aber den Vortritt lassen mussten.

„Wir haben in der ersten Halbzeit vor allem auch gegen Hannovers Spielmacherin Melissa Jeltema sehr gut verteidigt, konnten dieses Niveau aber nach dem Wechsel nicht mehr halten“, sagte Paar. „Wir können aber erhobenen Hauptes aus diesen Playoff-Spielen gehen.“ (wg/gsd)

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