Basketball-Bundesliga: BG Göttingen heute zum Auftakt der Serie gegen TBB Trier

Hart: 13 Spiele in 50 Tagen

Gutes „Ball-handling“, wie es in der englischen Fachsprache heißt: Der BGer Louis Dale (links) bringt den Ball nach vorn, schirmt Tübingens Johannes Herber mit dem linken Arm ab. Foto: Jelinek

Göttingen. Am 3. Oktober war’s, als die BG Göttingen zum Start der Basketball-Bundesliga bei TBB Trier antreten musste. Ungewissheit herrschte angesichts von acht neuen Spielern. Doch der Spielausgang überraschte letztlich angenehm: Die Veilchen siegten 70:46 - ein verheißungsvoller Auftakt in die vierte Erstliga-Saison. Ganz so erfolgreich lief es danach in der Meisterschaft nicht immer...

Jetzt steht heute (19.30 Uhr, Lokhalle) mit dem Match gegen Trier das erste Rückrundenspiel an. Inzwischen liegen die heutigen Kontrahenten gleichauf: Beide haben 18:16 Punkte, die BG ist Neunter, die Rheinland-Pfälzer sind Zehnter. Wie wichtig daher die heutige Partie ist, muss nicht gesondert betont werden.

Überhaupt: Der Kampf um die Play-off-Qualifikation dürfte so hart wie noch nie werden, wenn man sich die Tabellenkonstellation betrachtet: Zwischen Platz zwei (Berlin, 24:10) und zehn (Trier, 18:16) liegen lächerliche sechs Punkte. Das bedeutet: Die BGer (und jedes andere Team auch) dürfen sich eigentlich gar keine leichtfertigen Ausrutscher mehr erlauben, um im Kampf um die begehrten ersten acht Ränge nicht vorzeitig ins Hintertreffen zu geraten!

Sieben „englische Wochen“

Das Programm der BG ist in den nächsten acht Wochen mit sieben „englischen Wochen“ happig: In den kommenden 50 Tagen müssen die Veilchen 13 Spiele absolvieren - sechs im Eurocup (Start 18. Januar gegen Le Mans) und sieben in der Bundesliga. Übrigens wird das Eurocup-Spiel in Kiew nicht in der ukrainischen Hauptstadt, sondern im 500 km entfernten Dnjepropetrowsk ausgetragen. Auch in Kiew gibt´s Hallenprobleme...

Die achttägige Spielpause der BG nach dem Sieg gegen den Mitteldeutschen BC am 2. Januar war für Kapitän John Little & Co. also so etwas wie die Ruhe vor dem Sturm. Bis auf den dauerverletzten Kyle Bailey (Rücken) sind alle heiß auf die Trierer, bei denen Philipp Zwiener (14,1 Punkte pro Spiel) zum Topscorer avancierte. BBL-Oldie George Evans (wird am 31. Januar 40), Spielmacher Dru Joyce, Barry Stewart und John Bynum sind neben den vier Ex-Berlinern Dojcin, Faßler, Clay und Zwiener die Eckpfeiler des Teams vom deutschen Trainer Henrik Rödl (Europameister 1993).

† Bestätigt hat die BG gestern, dass Lotto Niedersachsen als neuer Sponsor eingestiegen ist. Wie die HNA schon am 31. Dezember berichtete, engagiert sich Lotto zunächst bis Saisonende mit einer fünfstelligen Summe im unteren Bereich. Eine Vertrags-Verlängerung ist so gut wie sicher. „Die BG hat vergangene Saison mit professioneller Arbeit überzeugt. Außerdem wollen wir im Profisport auch in Südniedersachsen vertreten sein“, begründete Lotto-Sprecher Asmus Weber das Engagement. (haz/gsd)

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