Basketball-Bundesliga Männer

Harte Nuss für BG Göttingen gegen „Paulding-burg“

Guter Name zu Gast: Göttingens Aubrey Dawkins (am Ball) gegen Oldenburgs Rickey Paulding. Den Test bei der BG gewannen die EWE Baskets am 23. September 87:78.
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Guter Name zu Gast: Göttingens Aubrey Dawkins (am Ball) gegen Oldenburgs Rickey Paulding. Den Test bei der BG gewannen die EWE Baskets am 23. September 87:78.

Die BG Göttingen erwartet am Mittwoch die EWE Baskets Oldenburg, in deren Reihen ein besonderer Spieler steht. Rickey Paulding (38) ist in der Basketball-Bundesliga eine Ausnahme-Erscheinung.

Göttingen – Wenn man in Oldenburg vom Westen in Richtung Kleiner und Großer EWE-Arena fährt, sieht man es linker Hand. Der Hauptsponsor des Oldenburger Basketball-Erstligisten hat dem seit mehr als zehn Jahren bekanntesten Sportler der Stadt mit einem überdimensionalen Wand-Graffiti ein Denkmal gesetzt: „PAULDINGBURG“ steht in großen gelben Lettern auf blauem Grund darauf samt Unterzeile „since 2007“. Eine Hommage an Rickey Paulding, der mit seinen inzwischen 38 Jahren immer noch Topleistungen in der Basketball-Bundesliga für seinen Klub bringt. Dieser Mann ist seit 2007 bei den EWE Baskets und einfach ein Phänomen! Heute (19 Uhr, live auf MagentaSport) ist Oldenburgs Urgestein mit seinem Team wieder einmal bei der BG Göttingen zu Gast.

Paulding als Verkörperung des Oldenburger Basketballs auszuschalten, dürfte die Veilchen vor große Probleme stellen. Jüngst in Crailsheim stellte der Mann aus dem US-Bundesstaat Missouri (verheiratet, drei Kinder) erst einen neuen persönlichen Rekord auf: 36 Punkte – die dennoch bei den Merlins nicht zum Sieg reichten (80:94). Mit 20,1 Punkten im Schnitt ist Paulding derzeit drittbester BBL-Scorer hinter Crailsheims Bell-Haynes (21,7) und dem MBC-Polen Michalak (21,4).

Aber Oldenburg ist natürlich nicht nur Rickey Paulding. „Es ist ein gut ausbalanciertes Team“, sagt BG-Trainer Roel Moors. „Es hat viele Qualitäten. Und Paulding ist noch besser als vergangene Saison“, bringt auch der Belgier dem Amerikaner großen Respekt entgegen. Rasid Mahalbasic, der Österreicher mit dem Schalk im Nacken, Big Man Nathan Boothe und Braydon Hobbs, dazu die Neuzugänge Keith Hornsby und Phil Pressey, außerdem die Deutschen Tadda, Schwethelm plus die ebenfalls Neuen Breunig und Herrera – Coach Mladen Drijencic hat ein absolutes Star-Ensemble beisammen, das noch dazu mit der Empehlung des 100:95-Sieges gegen München nach Südniedersachsen kommt. Es war in einem hochklassigen Match am vergangenen Sonntag die erste Bundesliga-Niederlage für den FC Bayern.

Kann die BG diese harte Nuss knacken? Das dürfte sehr schwierig werden! Zumal Coach Moors nach dem 94:98 gegen Hamburg ungehalten war: „Wir machen in jedem Spiel die gleichen Fehler, wir müssen an den kleinen Sachen arbeiten. Wir geben dem Gegner zu viele Extra-Chancen, zu viele offene Dreier. Wir müssen am Positionsspiel arbeiten und besser kommunizieren.“ Sieht auch Neuzugang Nelson Weidemann so: „Die Kleinigkeiten sind Gold wert. Bitter, dass sie gegen Hamburg nicht geklappt haben. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir sie in den Griff kriegen.“

Sicher auch dank des „Trainings unterm Tannenbaum“! Moors hat an allen drei Feiertagen Training angesetzt, am 26. Dezember geht’s dann schon zum ersten von drei folgenden Auswärtsspielen nach Bonn, wo Sonntag um 18 Uhr gespielt wird. Die Telekom Baskets (ein Sieg/80:69 in Vechta, sechs Niederlagen) führten bei Johan Roijakkers’ Bambergern jüngst zweistellig, verloren aber noch 66:80.

Schwierig zu organisieren waren die nötigen Coronatests des BG-Teams. Fürs Bonn-Spiel werde am 25. getestet (immer zwei Tage vor einem Spiel) und über ein Labor in Hamburg ausgewertet, so BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen. Die Ergebnisse sollen am 26. vorliegen. Um die Organisation kümmert sich der neue BG-Teammanager André Kraft.  (Helmut Anschütz/gsd-nh)

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