Basketball-Bundesliga Frauen

BG 74 Göttingen: Gut wie nie, aber etwas Frust

Blaue Übermacht: Göttingens Jennifer Crowder (am Ball) gegen Marburgs Marie Bertholdt (rechts). Im ersten Spiel verlor die BG 74 deutlich mit 62:89 in Marburg, das zweite Match gewannen die flippo Baskets zuhause 64:59 nach Verlängerung. Im Playoff-Viertelfinale sieht man sich nun wieder.
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Blaue Übermacht: Göttingens Jennifer Crowder (am Ball) gegen Marburgs Marie Bertholdt (rechts). Im ersten Spiel verlor die BG 74 deutlich mit 62:89 in Marburg, das zweite Match gewannen die flippo Baskets zuhause 64:59 nach Verlängerung. Im Playoff-Viertelfinale sieht man sich nun wieder.

Was soll man nun höher oder wichtiger einschätzen? Auf der einen Seite schnitten die Bundesliga-Basketballerinnen der BG 74 Göttingen so gut wie noch nie ab mit Rang fünf nach der Hauptrunde.

Göttingen – Auf der anderen Seite war nach der letzten Niederlage in Saarlouis doch ein kleines bisschen Frust zu spüren, denn dadurch verspielten die flippo Baskets im letzten Moment noch den wichtigen vierten Platz, der in den Playoffs im eventuell entscheidenden Spiel das Heimrecht garantiert.

Wobei der BC Marburg alles andere als der Wunschgegner der BG 74 ist.

Letzten Endes überwiegt aber der Stolz über eine Vorrunde, wie sie die BG 74 noch nie gespielt hat: Zwölf Siege, fünf davon auswärts und nur zehn Niederlagen, vier davon zuhause. Ging es in den vergangenen Jahren stets nur darum, überhaupt über den achten Platz die Playoffs zu erreichen, standen sie in dieser Spielzeit schon frühzeitig fest. Es ging eben „nur“ noch darum, auf welchem Platz Kapitänin Jennifer Crow-der & Co. einlaufen. Aber da haben die „Grünen“ eben mit Rang fünf eine große Chance verpasst.

Dass Geschäftsführer Crowder dennoch happy ist, kann man verstehen: „Über die gesamte Saison gesehen, war die Leistung top! Wir sind mehr als zufrieden. Budget-mäßig sind wir weiter unter den letzten drei Teams, mit diesen Mitteln war das herausragend gut. Es gibt keinen Grund, enttäuscht zu sein.“

Aber trotzdem – auch Crowder grämt sich ein wenig: „Es war noch deutlich mehr drin.“ Schmerzlich vor allem die Ein-Punkt-Niederlage in Osnabrück; und auch gegen Wasserburg war ein Sieg möglich. Crowder: „Es ist etwas ärgerlich. Aber wir wollten wieder einen Tick besser sein als vorherige Saison. Wir haben einen Schritt nach vorn gemacht. Was jetzt kommt, ist alles Zugabe.“ Womit er die Playoffs meint, die am 27./28. März auswärts, am Ostersamstag zuhause und (falls nötig) am Ostermontag wieder auswärts ausgetragen werden.

Entscheidend zur besten Saison seit fast 20 Jahren habe die Team-Chemie beigetragen, sagt Richard Crowder. „Sie war einmalig gut. Man hat den Eindruck, dass alle gern in diesem Team gespielt haben.“ Zur kommenden Spielzeit würde er am liebsten viele aus der derzeitigen Mannschaft wiedersehen.

Sportlich unvergessen bleibt besonders das seltene „Triple-Double“ von Spielmacherin Jenny Crowder beim 74:59 gegen Halle mit 15 Punkten, 11 Rebounds und 11 Assists. Doch auch die Dreier-Stärke von Riley Lupfer, das Durchsetzungsvermögen von Samantha Roscoe sowie die fleißigen „Balkan-Ladies“ Ivana Blazevic, Ruzica Dzankic, Sandra Azinovic und Viki Karambatsa trugen zum bisherigen Erfolg bei. (Helmut Anschütz/gsd-nh)

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