Heftige 63:94-Pleite! Ulm fegt die Veilchen vom alten Parkett

Von Ulmern umzingelt: BG-Spielmacher Jesse Sanders (rechts) sucht Scott Eatherton (links) als Anspielpartner, doch Taylor Braun, Ulms Ex-BGer Raymar Morgan und Braydon Hobbs (hinter Sanders) versuchen, alle Passwege zuzumachen. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Das war wohl nichts! Nicht unerwartet kassierte die BG Göttingen im zweiten Heimspiel des neuen Jahres ihre erste Heimniederlage.

Vor 3246 Zuschauern verlor das Team von Trainer Johan Roijakkers mit 63:94 (29:45) gegen den weiter ungeschlagenen Spitzenreiter Ratiopharm Ulm. Für den Tabellenführer war die Partie in der S-Arena letztlich nur eine Pflichtübung, die Veilchen waren bei dieser Lehrstunde nicht mehr als ein Sparringspartner. Am Ende ein langweiliges Match, bei dem man das Ende eher herbeigesehnt hätte, bevor hinterher das alte, ausgediente Parkett in Stücken zu 9,99 Euro an die Fans verkauft wurde

Bis auf Kapitän Dominik Spohr konnten die Göttinger wie erwartet in bester Besetzung antreten. Scott Eatherton besorgte die erste Führung, die Alex Ruoff mit dem ersten Dreier der BGer auf 5:2 ausbaute. Überhaupt präsentierten sich die Veilchen in den ersten Minuten couragiert, selbstbewusst und boten dem großen Favoriten Paroli. Jesse Sanders netzte den zweiten Dreier ein zum 9:2 und selbst Ulms erste Führung durch Chris Babbs Dreier zum 10:9 beantworteten die BGer wieder mit eigenen Punkten. Nach sechs Minuten brachte Ulms Coach Thorsten Leibenath erstmals den zuletzt angeschlagenen Spielmacher Per Günther, wenig später markierte der Ex-Göttinger Raymar Morgan seine ersten Punkte für die Schwaben. Doch so langsam fanden die Ulmer, die am vergangenen Mittwoch noch in Moskau im Eurocup scheiterten, zu ihrem Spiel und beendeten den ersten Abschnitt dann auch noch mit einer knappen 21:20-Führung.

Immer mehr Fehler

Was im ersten Viertel noch gut klappte bei den Veilchen, missriet im zweiten dann völlig. Dem Roijakkers-Team unterliefen immer mehr Flüchtigkeitsfehler, es gestattete den Gästen immer wieder zweite Einwurf-Chancen – nach 20 Minuten lautete das Verhältnis bei den „Second-Chance-Points“ 3:15 –, in der Defensive war die BG zu unaufmerksam. Hinzu kamen viele ungenaue Abschlüsse. Wiederholt trudelte der Ball über die Ringkante wieder raus. Einher gingen mit dem Leistungsabfall auch mehrere Schrittfehler, so dass die Ulmer ihren Vorsprung zunächst dank eines 10:2-Laufes auf 31:22 ausbauten und dann bis zur Pause immer weiter davonzogen. Nur 37 Prozent Trefferquote der BG zur Pause waren schlicht zu wenig, um den Tabellenführer in die Bredouille zu bringen.

Saftige Niederlage der BG Göttingen gegen Ulm

BG Göttingen - Ratiopharm Ulm
 © Jelinek
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BG Göttingen - Ratkiopharm Ulm
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BG Göttingen - Ratkiopharm Ulm
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Mit zwei Dreiern begann das Leibenath-Team die zweite Hälfte, zeigte den Göttingern damit weiter die Grenzen auf. Fast spielerisch leicht kamen die Schwaben zu ihren Punkten, während die Veilchen für jeden Korb hart arbeiten mussten. Mit zunehmender Spielzeit wurde die Partie zu einer Bestrafung für die BG, die nach der Pause in den ersten sechseinhalb Minuten nur drei kümmerliche Punkte zustande bekam. Die Veilchen waren völlig chancenlos, scheiterten an der harten Defense der Ulmer und bekamen von den Referees auch noch keine Pfiffe. 39:72 nach 30 Minuten, das dritte Viertel endete desillusionierend 10:27.

Andere sportliche Klasse

Auch im Schlussabschnitt liefen die BGer nur wie gelehrige Schüler hinterher. Die Ulmer spielten für die Gastgeber nicht nur in einer anderen Gehalts-, sondern auch in einer anderen sportlichen Klasse. Die BGer müssen sich die folgenden Partien konzentrieren, in denen zumindest annähernd Chancengleichheit besteht. Am kommenden Samstag geht es nach Gießen – mindestens genauso schwer wie Ulm.

BG: Williams 3, Veikalas 9, Ruoff 9, Carter 12, Schwarz 3, Mönninghoff 4, Waleskowski, Sanders 10, Eatherton 13, Borchers, Menzel, Grüttner.

Beste Ulmer: Butler 22, Babb 11, Rubit 15, Morgan 10.

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