Basketball-Bundesliga: 47:55-Niederlage gegen TK Hannover

Heftiger Dämpfer für die BG 74-Frauen

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Blick zum Korb: Göttingens Theresa Simon (rechts) g egen Hannovers beste Spielerin Haiden Palmer. 

Göttingen – „Es war wohl unser schlechtestes Heimspiel in dieser Saison“. Kapitänin Jana Lücken brachte die unerwartete 47:55 (22:25)-Niederlage der flippo Baskets BG 74 Göttingen gegen den TK Hannover auf den Punkt.

In der Tat kann man ein Spiel bei einer katastrophalen Trefferquote der BG 74 von lediglich 29 Prozent nicht gewinnen.

„55 Punkte dem Gegner zu gestatten, zeugt von einer guten Defensive, die wir gespielt haben. Aber man muss zuhause schon mindestens 60 Punkte machen, um eine Siegchance zu haben“, meinte Lücken selbstkritisch. Sicherlich lässt sich diese Niederlage nicht an der Leistung des Schiedsrichter-Duos festmachen. Aber was sich vornehmlich Referee Ehsan Saeidi erlaubte, trieb den Fans die Zornesröte ins Gesicht. Fast jede strittige Entscheidung pfiff er gegen das Heimteam. Nicht zu Unrecht rief einer der eingefleischten BG 74-Fans ins Spielfeld: „Lasst doch die beiden Teams das Spiel entscheiden!“ Recht hatte er!

Schon im ersten Viertel zeigte sich das Manko der Göttingerinnen. Sie trafen einfach den gegnerischen Korb nicht, nur drei von 14 Würfen landeten in der TK-Reuse. Zwar machten es die Gäste nicht viel besser, sie trafen aber zumindest ein bisschen besser als die BG 74, was am Ende reichen sollte.

Völlig außer Form befindet sich derzeit Baskets-Centerin Verdine Warner. Zwei Punkte waren ihre mehr als magere Ausbeute. Und auch nur drei geangelte Rebounds können nicht ihr Anspruch sein. Aber auch kaum eine ihrer Mitspielerinnen erreichte Normalform, die sicherlich genügt hätte, diesen Gegner in die Schranken zu weisen.

In der Offensive fehlten den flippo Baskets die Ideen, um sich vor 340 Zuschauern gegen die aggressive Defensive der Hannoveranerinnen erfolgreich durchzusetzen. So fiel die Vorentscheidung zugunsten des TK im dritten Viertel, als sich die Gäste bis zum Ende dieser zehn Minuten auf 45;:29 absetzen konnten. Allerdings war es die junge Lea Nguyen Manh, die, erstmals in diesem Spiel eingewechselt von Göttingens Trainer Giannis Koukos, beim Stande von 22:33 mit fünf Punkten in Folge zum 27:33 positiv auf sich aufmerksam machte. „Da schien noch einmal ein Aufschwung für uns möglich“, meinte Lücken. Leider kam der nicht.

Im letzten Viertel, als es zu spät war, kamen die BGerinnen noch einmal auf, verkürzten drei Minuten vor dem Ende auf 43:49, konnten die Partie aber nicht mehr drehen.

Viertel-Ergebnisse: 9:10, 13:15 - 7:20, 18:10.

flippo Baskets BG 74: Pierce 10/davon 1 Dreier, Simon 10/1, Crowder 6, Karambatsa 4, Dobroniak, Coleman 10, Grudzien, Lücken, Warner 2.

Hannovers beste Werferinnen: Palmer 18/1, Young 12.  gsd

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