Gegen auswärtsschwache Nürnberger

13. Heimspiel der BG Göttingen: Böses Omen?

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Weiterhin Topscorer bei der BG: US-Boy Alex Ruoff (weißer Dress, hier gegen Essens Marco Buljevic/links) liegt mit 16,75 Punkten pro Spiel auf Platz neun der Korbschützenliste der 2. Liga Pro A. Auch gegen Nürnberg sind seine Körbe wieder gefragt.

Göttingen. Ist das 13. Heimspiel möglicherweise ein böses Omen für die BG Göttingen? Wenn es nach Team, Trainer und den im Schnitt jetzt 2624 Fans (23 Prozent Steigerung!) des Tabellenführers geht natürlich nicht.

Allerdings birgt der schon drittletzte Heimauftritt gegen rent4office Nürnberg durchaus Gefahren, die erste Heimschlappe zu kassieren. Schließlich kämpfen die Franken weiter verbissen um die Playoff-Teilnahme. Zwischen Platz vier (Gießen) und zehn gibt es nur vier Punkte Unterschied – da ist jeder nicht eingeplante Zähler willkommen.

„Göttingen verliert in der Vorrunde kein Spiel mehr“, sagt indessen der Göttinger Ex-National- und BG-Spieler Horst Wolf, dessen Sohn Enosch seit fünf Spielen für die Nürnberger aktiv ist. Gewohnt zurückhaltender ist da BG-Coach Johan Roijakkers, der jedem Kontrahenten Respekt zollt.

Im Gegensatz zu vielen anderen Teams ist Cornelius Adler als deutscher Spieler der herausragende Akteur bei den Nürnbergern. 15,5 Punkte im Schnitt 6,7 Rebounds und 40 Prozent Dreierquote – das sind noch bessere Werte als sie die Amerikaner der Franken haben.

Franken ohne Ex-BGer Adler

Allerdings war aus Nürnberg zu hören, dass Adler, 2010/11 zu Bundesliga-Zeiten bei der BG, aller Voraussicht nach nicht eingesetzt werden wird. Achillessehnenprobleme stünden dem entgegen, und man wolle ihn lieber in den für die Franken noch wichtigeren Spielen dabei haben. Nur Parolen oder Realität – man wird es sehen. Im Hinspiel, das die Veilchen erst in der Schlussphase mit 96:79 noch klar für sich entschieden, schenkte Adler den Göttingern 15 Zähler ein. Es war eine von nur zwei Nürnberger Heimniederlagen.

Damals noch dabei war Robert Lewandowski. Der US-Boy wird jetzt nicht mehr berücksichtigt, für ihn holte Coach Benjamin Travnizek Enosch Wolf (HNA berichtete). Zuvor schon nachverpflichtet wurde 112-Kilo-Power Forward Bingo Merriex. Er komplettiert die Reihe der Amerikaner neben Ahmad Smith, Wayne Bernard, Will Chavis und Ronald Thompson.

„Nichts ist unmöglich“ spielen die Nürnberger auf ihrer Homepage auf den ersten Sieg einer Auswärtsmannschaft in dieser Saison in Göttingen an. Ob das realistisch ist, erscheint angesichts der Auswärtsbilanz von nur vier Siegen (Gotha, Cuxhaven, Essen, Karlsruhe) und acht Niederlagen zweifelhaft.

Starke Dreierquote

Und wenn dann Adler (elf Mal Topscorer in 24 Spielen) tatsächlich ausfallen sollte, dürfte dies die Nürnberger Aussichten auch eher schmälern. Zu beachten ist jedoch die Dreierquote von Merriex, Chavis und Michael Fleischmann, die über guten 40 Prozent liegt. Zum Vergleich: Die BGer Jeremy Dunbar und Dominik Spohr liegen bei 50,5 und 47,3 Prozent erfolgreicher Dreier.

2. Liga (Mittwoch): Jena – Chemnitz 103:91. (haz/gsd)

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