BG heiß auf „Lokhölle“ und Ulm

So war’s vor knapp drei Jahren am 14. Januar 2012 in der Sparkassen-Arena: Göttingens damaliger Spielmacher Matt Bauscher (am Ball) versucht, an seinem Ulmer Pendant Per Günther vorbeizuziehen. Der ratiopharm-Point Guard spielt immer noch bei seinem Team. Foto: Jelinek

Göttingen. Weihnachtszeit 2014 = Lokhallenzeit bei der BG! Davon haben bei der BG Göttingen alle mehr als drei Jahre geträumt – die Rückkehr in den Kult-Tempel, wo die Veilchen mit dem EuroChallenge-Titel ihren größten Erfolg feierten.

Jetzt ist es soweit: Am Samstag (15.30 Uhr) steigt in dem ehemaligen Bundesbahn-Ausbesserungswerk, das die Fans zur „Lokhölle“ umbenannt haben, das erste von den drei Saison-Highlights gegen ratiopharm Ulm. Schon zwei Tage später kommen die Brose Baskets Bamberg in die Lokhalle und am 30. Dezember dann die EWE Baskets Oldenburg. Drei Hochkaräter der Basketball-Bundesliga, gegen die es für die Mannschaft von Trainer Johan Roijakkers ungemein schwer wird.

Zumal die Heimbilanz der Veilchen mit nur einem Sieg gegen Bremerhaven, aber vier Niederlagen alles andere als rosig ist – im Gegensatz zur grandiosen Auswärtsstatistik mit schon fünf Erfolgen.

„Kulle“ kennt sich aus

Einer, der die Lokhalle noch wie aus dem Eff-Eff kennt, ist Robert Kulawick. Dort spielte er bereits unter Trainer John Patrick für die BG, dort lernten die Fans „Kulle“ als Dreierspezialisten kennen. „Ich musste unseren anderen Spielern schon erzählen, was das Besondere an dieser Halle ist. Wir freuen uns jedenfalls riesig darauf, dort zu spielen.“ Jetzt, so Kulawick weiter, müsse man den Fans nur endlich auch einmal zuhause das zeigen, was die Mannschaft auswärts so erfolgreich gemacht hat.

Auch Dominik Bahiense de Mello kennt die Lokhalle noch aus früheren Zeiten. Zwar nicht als BG-Spieler, sondern als Gästeakteur. Mit den Frankfurt Skyliners war er mehrfach dort zu Gast – und hat, nach eigener Erinnerung, dort nie verloren. „Da war immer eine tolle Atmosphäre“, blickt er zurück. Auch wenn es für das Gastteam oft sehr schwer war, in der Lokhalle zu gewinnen. „Jetzt war es schon geil, dort zu trainieren“, sagt de Mello – und freut sich auf das Comeback.

Doch auch mehrere Spieler von Samstagsgegner Ulm kennen die Halle. Per Günther, Tim Ohlbrecht und Philipp Schwethelm liefen dort bereits zu früheren Göttinger Bundesliga-Zeiten auf. Und selbst Ulm-Neuzugang Boris Savovic (zuletzt München) kennt die „Lokhölle“ noch! Und zwar von seinen Auftritten in der EuroChallenge und EuroCup mit seinen Ex-Klubs Podgorica und Vrsac.

Ulm kommt mit einer tollen Serie nach Südniedersachsen. Die vergangenen sechs Spiele hat das Team von Coach Torsten Leibenath alle gewonnen – da müssen sich die Veilchen warm anziehen. Dagegen lief es im Eurocup weniger erfolgreich: Am Dienstag verlor Ulm in Brindisi (Italien) das entscheidende, letzte Gruppenspiel und schied aus.

BG-Trainer Roijakkers muss wieder auf Harper Kamp verzichten, der sich am langen Zehenstrecker am linken Bein verletzt hat. Beim Sieg in Hagen sprangen der herausragende Raymar Morgan (28 Punkte, 10 Rebounds) und Jamal Boykin als „Big Men“ in die Bresche. Bleibt abzuwarten, ob dies auch gegen die wesentlichen stärkeren Ulmer zu wiederholen ist.

PS. Vor dem gestrigen Abendtraining in der Lokhalle gab es außer Kamp keine weiteren verletzungsbedingten Ausfälle bei der BG. (haz/gsd-nh)

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