Herbe Pleite: BG chancenlos gegen MBC

Unterm Korb unter Druck: Der BGer Acha Njei (am Ball) wird von den MBCern Malte Oliver Clay (l.) und Frantz Massenat attackiert.

Göttingen. Am Ende klatschten die Spieler der BG Göttingen zwar wie gewohnt mit ihren Fans ab, doch der Frust über die deprimierende 66:89 (35:47)-Niederlage vor 3192 Zuschauern in der S-Arena gegen den Mitteldeutschen BC aus Weißenfels stand ihnen ins Gesicht geschrieben.

Es war nunmehr schon die vierte Niederlage im fünften Heimspiel für den Aufsteiger, der es somit versäumt hatte, sein Punktekonto auf 10:10 auszugleichen.

„Ein verdienter Sieg des MBC, der mit 40 bis 50 Punkten Unterschied hätte gewinnen können“, gab BG-Headcoach Johan Roijakkers ehrlich zu. Er musste auf seinen Spielmacher und Ideengeber Khalid el Amin verzichten. El Amin hat weiterhin Probleme im Bauchbereich und wird auch noch mindestens zwei Wochen pausieren müssen. Für ihn hat der Club kurzfristig Jermaine Mallet verpflichtet (siehe Story links).

Morgan glänzt mit 32 Punkten

Zwar hatten die Veilchen mit Raymar Morgan einen überragenden Spieler in ihren Reihen, der nicht nur mit 32 Punkten Topscorer in der im letzten Viertel einseitigen Partie zugunsten der Gäste war. Er schaffte auch ein Double-Double (zweistelliger Wert in zwei Kategorien). Doch gegen die extrem starke Defensive der Weißenfelser reichte das nicht aus, zumal mit Alex Ruoff und auch Dominik Bahiense de Mello zwei Göttinger weit unter ihren Möglichkeiten blieben. So schaffte es außer Morgan kein weiterer BGer, zweistellig zu punkten.

Die Statistik beider Teams wies in den meisten Kategorien in etwa einen Gleichstand aus. Doch in den Wurfwerten gab es erhebliche Unterschiede. Dieses Spiel wurde zudem an der Dreipunktlinie entschieden. Während der MBC elf von 32 seiner Dreier in der BG-Reuse versenkte, fiel die Dreierquote der Gastgeber unterirdisch mit nur zwei erfolgreichen Würfe von 21 aus. So lag am Ende die Gesamt-Trefferquote der BG bei schwachen 36 Prozent. So sind Erstliga-Spiele nicht zu gewinnen.

Auf beiden Seiten Respekt

Roijakkers Respekt im Vorfeld dieser Begegnung erwies sich als absolut begründet. Gleichwohl sprach auch MBC-Trainer Silvano Poropat, der sich am Spielfeldrand wie ein Rumpelstilzchen verhielt, „von großem Respekt, denn Göttingen spielt etwas anders Basketball als viele andere Teams in dieser Liga“. Dass El- Amin nicht hat spielen können, empfand Poropat schon als „einen Vorteil für uns. Wir sind über 40 Minuten immer besser ins Spiel gekommen und haben eine gute Balance zwischen Defensive und Offensive gefunden“.

Zudem hatten die Gäste mit Djordje Pantelic den besten Defensivspieler der Bundesliga, so Roijakkers, in ihren Reihen. Pantelic gelangen nicht weniger als vier Blocks. Und mit Frantz Massenat verfügte der MBC über einen wieselflinken Aufbauspieler, der immer wieder erfolgreich in die BG-Zone zog und mit gelungenen Korblegern und insgesamt 26 Punkten glänzte. 

Von Walter Gleitze und Helmut Anschütz

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